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Moin

21 Beiträge
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339 Ansichten
(@ebysse)
Mitglied
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 11
Topic starter  

Moin Zusammen, zufällig bin ich auf diese Seite gestoßen. Das Buch hat mir gut gefallen. Krass, wa ich meinem Körper da seit 4 Jahren antue. Ich hab immer mal wieder versucht 'kontrolliert' zu trinken. Es klappt nicht. Jetzt ist es an der Zeit meinem Leben Alkohol zu entziehen und Zufriedenheit hinzuzufügen. 

Die Nems nehme ich seit heute... 

Ich bin vorsichtig zuversichtlich 

Beste Grüße 

Ebysse 



   
3
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gaby_guzek
(@gaby_guzek)
Illustrious Member Admin
Beigetreten: Vor 7 Jahren
Beiträge: 4321
 

@rumpelheinzchen 

Ich darf mich mal aus diese Blogeintrag selbst zitieren. Du bist Arzt, Du weisst sehr gut, was ich meine:

"Ich verstehe wirklich nicht, wie man Betroffene in ein solches Bockshorn jagen kann. Einer der prominentesten Verfechter des „Kontrollierten Trinkens“ in Deutschland ist der Nürnberger Psychologieprofessor Joachim Körkel. Ich habe mal ein wenig zu ihm recherchiert und mir sind folgende Dinge aufgefallen, die ich jetzt hier wertfrei feststelle

  • 2013 wurde in der EU das Präparat Selincro (Nalmefen) von der Firma Lundbeck zugelassen, die deutsche Zulassung erfolgte ein Jahr später. Nalmefen soll den Drang, Alkohol zu trinken reduzieren.
  • Googelt man den Namen Körkel und den Firmennamen Lundbeck, spuckt das Netz Dutzende von Fundstellen aus. Körkel hält auf Einladung von Lundbeck honorierte Vorträge, auch unter seinen wissenschaftlichen Arbeiten ist seine Verbindung zum Pharmaunternehmen Lundbeck sehr häufig vermerkt.

Ich selbst war früher mal Geschäftsführerin einer PR-Agentur, die sich auf Pharma spezialisiert hatte. Deshalb weiß ich: Solche Symbiosen sind meist nicht zufällig."

Keine weiteren Frage mehr, Euer Ehren.

LG

Gaby



   
AntwortZitat
(@ausgeschiedenes-mitglied)
Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 5128
 

@rumpelheinzchen Das Konzept von Körkel funktioniert auch nicht, laut Langzeitstudien finden gerade mal 1,6 % der Betroffenen zu einem " normalen" Trinkverhalten zurück. Was immer das auch sein mag. Und sich das Nervengift mit Hilfe von Trinkregeln und Trinkplänen reinzupfeifen ist schon selten bescheuert. Auch wenn ich eine andere Vorstellung von Alkoholsucht habe als allgemein üblich, vermittelt das Konzept den Eindruck das es funktioniert, tut es aber nicht, wer einmal süchtig getrunken hat, sollte es einfach lassen. Warum sollte ich mich gedanklich überhaupt damit beschäftigen, ich bin einfach nur froh das ich nicht mehr trinken muss. Die einzig sinnvolle Anwendung des Programms erscheint mir die Trinkmengenreduzierung bei harten Trinkern, es macht schon einen Unterschied ob jemand anstatt 10 Flaschen Vodka eben nur 5 Flaschen in der Woche trinkt. Dann können zumindest die Folgeschäden ein bisschen abgemildert werden.



   
2
AntwortZitat
rumpelheinzchen
(@rumpelheinzchen)
Mitglied
Nüchtern: 4 jahre
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 437
 
Verfasst von: @soberrebel

....finden gerade mal 1,6 % der Betroffenen zu einem " normalen" Trinkverhalten zurück. Was immer das auch sein mag. Und sich das Nervengift mit Hilfe von Trinkregeln und Trinkplänen reinzupfeifen ist schon selten bescheuert.

"Normales" Trinkverhalten - wer will schon definieren, was das ist. Ich hab in meinem Leben schon Einiges an unterschiedlichen Trinkverhalten ausprobiert. Welches sich der Normalität am ehesten annähert ist vermutlich das Trinkverhalten, das ich seit 14 Monaten einübe. Das kann man sogar Kindern empfehlen. 

Euer Normalo Rumpel



   
1
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 keks
(@keks)
Mitglied
Nüchtern: 3 jahre
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 67
 
Verfasst von: @soberrebel

Und sich das Nervengift mit Hilfe von Trinkregeln und Trinkplänen reinzupfeifen ist schon selten bescheuert.

Eine gute Freundin trinkt seit einigen Monaten „kontrolliert“ und will mich immer wieder von diesem Konzept überzeugen. Sie trinkt nach höchst komplizierten Regeln und führt darüber genau Buch. Es gelingt mir schon nicht, die Regeln zu verstehen, das überfordert mich intellektuell. Ich weiss nur, dass sie an fünf von sieben Tagen saufen darf, an zwei Tagen soviel wie sie will, an den anderen Tagen eine beschränkte Menge. Und sie hat Ausnahmen zu gut, wann sie mehr trinken darf. Mir scheint, dass sie immer noch happig zu viel trinkt, wenn wohl auch weniger als vor diesem Konzept.

Was ich wirklich schräg daran finde: Sie verwendet noch mehr Zeit und Energie auf ihre Sucht als ein normaler Säufer. Ihr Denken kreist unverändert um Alkohol und darum, wann sie wie viel trinken darf. Freiheit geht anders.

Ich finde es gut, dass ich keinen einzigen Gedanken mehr an dieses unerfreuliche Thema verschwenden muss. Ich bin froh, dass ich nicht mehr saufen muss.

 



   
5
AntwortZitat
(@ausgeschiedenes-mitglied)
Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 5128
 

@keks Gut auf den Punkt gebracht. 👍



   
AntwortZitat
cairni
(@cairni)
Mitglied
Nüchtern: 4 jahre
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 2352
 

@keks unverantwortlich, dass es sowas gibt und "Hilfe" verspricht... könnte gerade was zum Thema Stressbewältigung anhand dieses Konzeptes hinzufügen... lasse ich aber.

Du hast es gut auf den Punkt gebracht: Sie ist noch intensiver mit ihrer Sucht konfrontiert, als vorher.

Leider merkt sie es nicht. Dafür Du.

Super!!! Laß Dich bitte nicht überzeugen.



   
1
AntwortZitat
(@ebysse)
Mitglied
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 11
Topic starter  

... so, nachdem mein "Internet " wieder läuft, kann ich auch eure Beiträge lesen...

'Kontrolliert Trinken' gibt es, macht aber für mich keinen Sinn... 

Wem es hilft? 🤷‍♀️

... ich maße mir nicht an über andere zu urteilen...

 



   
AntwortZitat
gaby_guzek
(@gaby_guzek)
Illustrious Member Admin
Beigetreten: Vor 7 Jahren
Beiträge: 4321
 
Verfasst von: @ebysse

ich maße mir nicht an über andere zu urteilen...

 

Grundsätzlich ist das genau richtig. Wir alle sitzem im Glashaus und jeder hat seinen eigenen Weg. Beim kontrollierten Trinken hingegen sehe ich es als quasi schon meine Pflicht, davor zu warnen. Es gibt hier zig Mitglieder, die - wie ich - drauf reingefallen sind und am Ende noch tiefer in der Sucht steckten und (auf Deutsch gesagt) noch mehr soffen, als zuvor.

Nein, kontrolliertes Trinken gibt es nicht. Es funktioniert nicht. Jeder Versuch zählt, dem Betroffenen diese Erkenntnis näher zu bringen, ohne dass er oder sie noch viele Schleifen und Abstürze hinlegen muss, um zum selben Ergebnis zu kommen.

Und: Toll, dass es Dir so gut geht 😊 🤗 

Liebe Grüße

Gaby



   
1
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kkopp
(@kkopp)
Mitglied
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 344
 

Ich würde gerne mal wissen, ob in Deutschland das kontrollierte Trinken eigentlich mit Medikamenten teilunterstützt wird? In Frankreich wird häufig Nalmefen verschrieben, ein Opioidantagonist. Viele überambitioinierte Trinker schwören darauf. Mir wurde das einmal verordnet (nie eingenommen); 90 EUR für eine Monatsdosis (drei Monate Einnahme sind normal). Die Nebenwirkungen sind über eine Woche wohl sehr heftig. Mir scheint, dass das kontrollierte Trinken unter diesen Umständen eher der Pharmaindustrie (der Getränkeindustrie sowieso) entgegenkommt.
LG an alle, Kris



   
AntwortZitat
buggi1962
(@buggi1962)
Mitglied
Nüchtern: 11 jahre
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 4
 

@kkopp 

Hallo da gebe ich dir zur 100 Prozent recht. Aber bei all den Diskussionen muss man schon aufpassen das man nicht scheinheilig wird. Die ganzen Nems baut man ja auch nicht in seinen Garten an. Ich jedenfalls bin seit über 8 Jahren trocken und das ohne Nems oder Medikamente und das ist gut so.

Gruß Burkhard 

 

 

 

 



   
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