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Ich bin Angehörige in einer alkoholkranken Familie und möchte eigentlich gerne mehr erfahren über Beweggründe und Mechanismen,die in die Alkohol Abhängigkeit führen und vielleicht wieder hinaus.
Meinen Mann lernte ich vor 26 Jahren kennen, wir haben schnell geheiratet, dieses Jahr war silbernes Jubiläum und haben zusammen 4 Kinder von 10-25 Jahren.
Wenn ich zurück blicke war der Alk schon damals zuviel, nur kannte ich das so nicht und bin voll in die Falle hinein gestolpert. Ich wollte nie die hysterische Zicke werden, die ihrem hart arbeitenden Mann das "Bierchen" zum Feierabend mißgönnt und deswegen Stress macht... Der Stress ließ nicht lange auf sich warten, es war mal besser, mal schlechter, bis ich vor zwei Jahren an Ostern die Reißleine zog und mit den beiden kleinen Kindern auszog. Für ein halbes Jahr und in den Nachbarort, also nicht so richtig fort... Mein Mann ging daraufhin zur Entgiftung, etwas zeitversetzt kam der gesundheitliche Crash... Das ist eine längere und unschöne Geschichte, jedenfalls ist er nun seit ca. Anderthalb Jahren trocken, es geht ihm um Längen besser, er geht einmal die Woche in eine SHG und ich - die doch nun eigentlich zufrieden sein sollte - kann mich nicht entscheiden glücklich zu sein... Liebe, Zuneigung, Vertrauen wollen sich nicht einstellen.
Ich möchte hier mitlesen und Erfahrungen sammeln und vielleicht beitragen.
Danke fürs Lesen.
@hoelzchen das Forum tut auf jeden Fall gut!! Bleib dabei, es gibt hier für alle wohltuende Tipps!
Liebes Hölzchen, willkommen hier. Andernorts schriebst du, dass es seit 10 Jahren kein Begehren mehr zwischen euch gibt und es auch davor eheliche Pflicht war. Hier wird nun klar, dass Liebe, Vertrauen abhanden gekommen sind. Einerseits finde ich es bewundernswert, wie hartnäckig du zu dieser Ehe hältst, andererseits frage ich mich, was dich festhalten lässt und was deine Gründe sind, zu bleiben. Du musst das nicht hier beantworten, aber es lohnt sich vielleicht darüber nachzudenken. Ich bin selbst geschieden und wir sind heute Freunde und ein gutes Elternteam. Aber wir sind kein Paar mehr und das ist gut so. Natürlich war der Weg dorthin alles andere als einfach . Warst du im Zuge der Entwöhnungen deines Mannes in Beratung oder einer Selbsthilfegruppe ?
Alles Gute für dich
Nina
Liebe Nina, danke für deine Anregung. Ich denke sehr viel darüber nach, warum ich hier nicht konsequenter vorgehe. Es ist ein Stück weit verlogen und feige, auf der anderen Seite sind wir immer noch eine Familie. Sicher nicht die beste, aber die einzige. Mein Mann ist kein schlechter Mensch, die Kinder lieben ihn (was sich bei einer Trennung nicht ändern müsste, ich weiß), es liegt meiner Meinung auch daran, wie ich und auch mein Mann aufgewachsen und sozialisiert worden sind. Es ist für mich schon ein großer Schritt, mich hier so freimütig ausdrücken zu können. Ich bin auf dem Weg...
Unsere beiden erwachsenen Töchter sind da weiter, sie haben viel eher als ich Erfahrungen gesammelt und auch schon mal einen Kerl abgeschossen, der ihnen nicht gut tat. U.a. die jüngere von beiden, weil sie den Freund immer betrunken heimfahren musste und sich ansonsten mit ihm zu Tode gelangweilt hat... Momentan sind sie in stabilen Beziehungen.
Mit SHG bin ich in Kontakt, dazu wollte ich in einem anderen Forumsbeiträge etwas schreiben.
Lg A.





