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Guten Tag,
das Buch habe ich heute bestellt nachdem ich diese Seite gefunden habe. Der Text von Gaby, in dem sie die beruflich und privat erfolgreiche und glückliche Frau beschreibt, hat mich tief berührt, denn das war -oder bin- exakt ich.
Und ich will das nicht mehr, es fängt an mir Angst zu machen, das Trinken und der Alkohol.
Beruflich bedingt sind wir einige Male umgezogen, seit 10 Jahren leben wir in einer Stadt, in der ich einfach nicht heimisch werde. Besonders in den letzten Jahren waren mein Mann und ich in unseren jeweiligen Jobs sehr erfolgreich, auch familiär läuft es gut. Aber ich habe keine Freunde und bin wirklich einsam, isoliert irgendwie. Hier habe ich mir das trinken angewöhnt,Wein, nichts anderes, erst nur mal eine Flasche übers Wochenende, dann immer mehr und nun...? Freitag, Samstag, Sonntag je zwei Flaschen.
Mein Mann und ich haben nun beschlossen, weg zu ziehen. Der Job macht’s möglich. Wir ziehen zurück in unsere Heimatgegend, von wo wir vor 25 Jahren aufgebrochen sind. Wir freuen uns sehr darauf.
Und ich habe beschlossen, den Suff hinter mir zu lassen, einfach hier zu lassen in dieser Stadt, in der ich 10 Jahre Einsamkeit erlebt habe.
@hansdampf das ist sicher kein großer Verlust. Ich habe halt eher gar keine Freunde finden können in dieser Stadt, auch nüchtern nicht, es war tatsächlich die Einsamkeit, die mich etliche Flaschen Wein hat leeren lassen. Habe dann allein am Küchentisch gesessen und irgendwann angefangen Selbstgespräche zu führen. Mit irgendwem muss man ja reden, und das Glas von dem habe ich gleich mitgetrunken
Mit irgendwem muss man ja reden, und das Glas von dem habe ich gleich mitgetrunken
Jetzt musste ich trotzdem lachen, auch wenn das so traurig ist. Ich hoffe, Du siehst mir das nach 🙂
Ich wünsche Dir von Herzen, dass sich das nach Deinem Umzug dann ändert. Darf ich neugierig fragen: Seid Ihr in eine Region gezogen, wo Du mit dem Menschenschlag nicht klar gekommen bist oder woran lag es?
@gaby_guzek Ja Gaby, ich denke es hat daran gelegen: ich bin ein Nordlicht und ein Landei noch dazu, und wir sind vor 10 Jahren in den Süden gezogen in eine größere Stadt mit reichlich reichlich Infrastruktur, mega Bildungsangebot, alles an Ärzten was man sich nur erträumen kann und Mietpreisen, die man nicht ohne Hustenanfall aussprechen kann. Ja, und leider auch viel Kriminalität, Drogenopfer überall sichtbar. Und eine andere Mentalität der Menschen, Achje allein was Fasching hier für eine Rolle spielt ( hier heißt es Karneval, für mich ist‘s Fasching).
tja, und dann der Dialekt hier, den versteh ich auch nicht. Und der Redeschwall, der einem bei der kleinsten Frage gleich entgegenkommt. Ein einziger , wenn auch freundlicher, Tsunami an Wörtern. Und dann eine unglaubliche Unverbindlichkeit hier. Wir haben oft eingeladen, im Sommer besonders zum Grillen unter Nachbarn oder innerhalb des Sportvereins. Unsere Einladungen haben alle gerne auch mehrfach angenommen, aber wir wurden nie zurück eingeladen. Ein Jahr später kamen dieselben Leute wieder , gratulieren zum Geburtstag, „ach es ist immer sooo schön bei Euch, ihr seid wunderbare Gastgeber!“
Und wieder folgte ein weiteres Jahr ohne eine Gegeneinladung.
So ging das hier, liebe Gaby. Als alle den Coronablues bekamen wegen Isolation und Vereinsamung haben mein Mann und ich uns nur schulterzuckend angesehen und festgestellt: für uns gibt es gar keinen Unterschied.
da haben wir beschlossen, alles in die Wege zu leiten beruflich, damit wir unsere Zelte hier abbrechen können.
Hallo Sabine,
auch von mir ein herzliches Willkommen! Du bist hier in einem tollen Forum gelandet! Lies dich in Ruhe ein.
Bei mir ist es nun die 5. Woche ohne Alkohol und zu Beginn hatte ich Angst vor den ersten 5 Tagen. Etwas in mir hat sich durch Gaby's Buch verändert. Mein neues nüchternes Leben fühlt sich so herrlich frei an.
Ich wünsche dir, dass auch du den Mut und die Zuversicht finden wirst für einen neuen, glücklichen Lebensabschnitt!
Viele Grüße
Missi
Hallo Missi, vielen Dank für die guten Wünsche! Und herzlichen Glückwunsch zu Deinem Erfolg!
hoffentlich schaffe ich das auch.
mir geht es heute nicht so gut. Gestern Abend war Freitagabend- ich bin nüchtern geblieben und auch stolz drauf- aber heute Morgen habe ich Kreislaufprobleme wie nach einem versoffenem Abend und dazu noch Kopfschmerzen, die ich sonst nie hatte. Ich habe EEA, glutamine und Kalzium-Magnesium genommen. Die letzten Tage auch noch. Ich weiß auch nicht. Allerdings verspüre ich absolut keinen Appetit auf Wein, auch gestern Abend ging es wirklich gut.
Wie war es mit deinem Kreislauf? Du sagst, die ersten fünf Tage waren nicht einfach für Dich.
Das ist durchaus nicht unnormal. Trink ganz viel Wasser, bis es Dir zu den Augen wieder rauskommt :-). Und ruh Dich aus. Auch eine Paracetamol gegen die Kopfschmerzen hat noch niemanden umgebracht.
Denk einfach, Du bist krank und brauchst mal ne Auszeit.
Genau so ist es nämlich.
Durchhalten, bitte! Unbedingt. Das kann sich noch ziehen - aber lies sonst einfach beispielsweise so tolle Beiträge, wie von @missi oder @fraggle75 . Es wird besser, viel besser. Es wird super!
Liebe Grüße
Gaby
Hallo Sabine, ich hatte Angst vor den ersten 5 Tagen, die überhaupt ohne Alkohol durchzuhalten. Es half mir, mich immer nur auf den einen Tag "heute" zu konzentrieren.
Was mir die ersten Tage/Wochen zu schaffen machte, war meine Schlaflosigkeit. Tagsüber hatte ich auch sehr oft "Herzstolpern", fühlte sich komisch an, kannte ich so nicht. Aber es wurde besser, von Tag zu Tag!
Halte durch, es lohnt sich so sehr!
Viele Grüße
Missi
Hallo Sabine, Ja, mir hat die erste Zeit auch Angst gemacht. Ich bin jetzt schon 50 Tage nüchtern (ich kanns gerade selbst kaum glauben!) und habe das Buch/Programm etwas spät entdeckt, aber es hat mir dann doch auch nach 4 Wochen sehr geholfen. Ich bin mehr oder weniger in die Nüchternheit hineingestolpert (obwohl ich dachte, ich kann das schon und weiß so viel). Die ersten Wochen hätte ich mir mit entsprechender Vorbereitung auf jeden Fall erleichtern können und kann auch nur empfehlen, dass du dies tust....
Zur Angst kann ich noch sagen, dass es oft so ist, dass das „Davor“ schlimmer ist, als die Situation selbst. Die Gedanken vor der Zukunft, vor dem ersten alkoholfreien Wochenende, dem ersten Urlaub ohne Wein, die erste nüchterne Party machen Angst...
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es manchmal wie nach einer Trennung von einem Menschen ist, der einem nicht gut tat, aber von dem man sich trotzdem nicht lösen kann. Das erste mal ist es schwer, alles was man sonst zusammen getan hat, allein zu genießen. Dann stellt man fest, dass man genau das tun kann, was man möchte und spürt allmählich wie frei man ist. Und es gibt nüchtern wirklich viel zu entdecken, was mit dem passiv machenden Alk nicht geht. Auch an und in sich selbst. Ich glaube auch, dass alles etwas dauert und man mit sich Geduld haben muss.
Ich wünsch dir viel Mut!
das ist ein sehr gutes Bild, vielen Dank! Der Suff als falscher Freund, doppelgesichtig und schadenfroh.





