Du bist nicht angemeldet als Gast hier –
und kannst deshalb nur einen kleinen Teil des Forums sehen.
Hier kannst Du Dich kostenlos und anonym anmelden!
Guten Tag und Hallo an Alle,
ich (52) bin froh hier angekommen zu sein und hoffe das ist der Anfang vom Ende – also das Ende vom Alkohol! Ein gutes Jahr hatte ich schon mal geschafft trocken zu sein und ich ärgerete mich so sehr, dass ich wieder anhängig geworden bin und hab mich dann doch nochmal intensiv mit dem Thema beschäftigt. Es gibt ja inzwischen viele Bücher auf dem Markt, aber „Alkohol ade“ hat mir erstmals soviel Input gegeben auch zu handeln! Allein das Aufzeigen der Nebenwirkungen, die Entzugserscheinungen, aber auch ein Weg, um raus zu finden ist wie einen an der Hand zunehmen und nicht nur ein Drüberreden/schreiben und dann noch diese Seite/Forum hier – Danke!
Ich trinke bei Stress,Sorgen und Problemen – vor 20 Jahren – nach der Stillzeit meiner jüngsten Tochter, hab ich gemerkt, wie ich mehr und mehr nach Alkohol gelechzt hab, gerade in stressigen Situationen... es gab Zeiten, da war es nicht so massiv, aber es steigerte sich immer mehr, so das ich auch am Ende zu Hochprozentigem gegriffen hab und das immer heimlich still und leise. Vor gut zwei Jahren sprach mich dann meine große Tochter drauf an und das war mir da dann wohl so peinlich, das ich aufgehört hab, allerdings mit alkoholfreien Getränken mich weiter gehangelt hab,wenn es arg wurde.
Trotzdem war ich dann über ein Jahr „trocken“ hab sehr abgenommen und das gute Gefühl genossen, nichts mehr verbergen zu müssen (Fahne), jederzeit Auto fahren zu können und nicht zu überlegen, wo bekommst du die nächste Flasche her u.s.w.
Dann kamen jetzt im Dezember 2020 einige Dinge zusammen – ich hatte mich im Sommer von meinem Mann getrennt und dann ein paar toxische Beziehungen, durch Corona bin ich in meinem Job total ausgebremst und meine Mutter war schwer an Krebs erkrankt. Ich habe sie gepflegt, was an meine Substanz ging und dann ist sie im Februar 21 verstorben... da kamen so einige Baustellen zusammen, wo ich wieder zur Flasche gegriffen hab – und ich könnte mich dafür direkt in den Hintern beißen, aber das kennen ja hier sicher viele - diese Wut und Trauer und Schuldgefühle, es tut so gut damit nicht allein zu sein!
Mein Ziel ist es: Anfang September mit der Hilfe hier, dem Cochingprogramm und meiner Verhaltenstherapeutin die Entgiftung anzufangen und wieder ich selbst zu werden. Inzwischen hab ich mir vorgenommen, keinen Hochprozentigen Alkohol mehr zu trinken und möglichst nicht vor 18 Uhr (was jetzt noch nicht immer so geklappt hat), aber schonmal kontrollierter zu trinken, um es dann endgültig anzugehen.
Ein ganz herzliches Willkommen hier, schön, dass Du da bist! Und: Glückwunsch zu Deinem Entschluss. Das, was Du schreibst, klingt alles sehr strukturiert und wohl überlegt - und auch der Zeitpunkt September wird seinen Grund haben. Ich finde auch: Besser gut geplant in den Ausstieg als überhastet und dann frustriert doch wieder umzufallen.
Fühl Dich wohl hier bei uns, lies Dich in Ruhe ein - wir haben so viele tolle Mitglieder, so viele wunderbare Postings, Du wirst Dich in vielen wiederfinden.
Viele Grüße
Gaby
Herzlich willkommen. Toll, dass du den Weg hierher gefunden hast. Was Gaby sagt, stimmt: Ein gut geplanter Ausstieg macht den Erfolg viel wahrscheinlicher. Ich habe an einem Novembertag beschlossen, dem Alkohol endgültig adieu zu sagen und als Ausstieg aus bestimmten Grünen den 1. Januar gewählt. Die Zeit bis dahin habe ich aber auch sehr kontrolliert getrunken. Das hat dann super geklappt.
Liebe Grüße
Isabel
Dankesehr, @gaby_guzek, @harley, @smilla und @isabel für das herzliche Willkommen, ich bin ganz gerührt!
Ja Gabi, der August ist noch voller Familienfeiern und Urlaub und danach kann ich mich auf mein Ziel voll konzentrieren und mir auch die Zeit die ich dann brauche nehmen und mich gut vorbereiten. Es tut schonmal gut, das ich hier lese und sehe, ich bin nicht allein mit dem „Problem“ - das macht viel Mut!
Zum kontrollierten Trinken (hab ich vorhin vergessen) gehört für mich jetzt auch den Wein in ein Glas zu schütten … denn das passiert nicht in den dunklen Phasen und ich frage mich dann immer warum in den Fragebögen steht: „Wieviel Gläser trinken sie?“ - da müsste eigentlich stehen – „Trinken sie noch aus dem Glas oder sind sie schon bei der Flasche angelangt? ….
Wie solltest Du allein sein? Hinter den 1,3 Millionen in Deutschland, von denen bekannt ist, dass sei alkoholabhängig sind PLUS den vielen Millionen, die mindestens Missbrauch betreiben stecken Gesichter, Leben, Menschen. Ein paar sind hier und hoffentlich werden es noch viel mehr 😀
Ich möchte kurz was zum Begriff "kontrolliertes Trinken" sagen, eher wegen der hier Mitlesenden. Allgemein wird darunter verstanden, dass ein Alkoholiker (meist nach einer Abstinenzphase) wieder trinkt, aber wenig und eben mit Kontrolle. Wir hatten hier schon mehrfach die Diskussion darüber und wir haben hier den Konsens, dass das nicht funktioniert. Tut es wirklich nicht.
Du meinst ja eher, dass Du es nicht mehr ganz so sehr ausarten lassen willst, bist Du in die Trockenheit startest. Das ist auch alles gut und richtig. Nur eben für die Mitleser.
Liebe Grüße und einen schönen Tag Dir!
Gaby
Ja absolut Gabi,
ich will mich bis zum Start in die Trockenheit an ein paar Regeln halten, den Alkohol schon mal minimieren und üben mir mehr selbt zuvertrauen, damit ich dann gut durchstarten kann!
Das "kontolliertes Trinken" auf Dauer nicht funktioniert kann ich nur bestätigen - für mich jetzt nur der Einstieg zum Ausstieg!
Danke für deine Erklärung - und ebenfalls einen schönen Tag!
@lillesol herzlich willkommen hier. Auch ich habe in einer Zeit zu trinken begonnen in der sehr viel zusammen kam und ich emotional erledigt war. Ich wünsche dir, dass du es im September mit einem guten Plan schaffst.
Kontrolliert zu trinken ging bei mir nur kaum. Ich habe dann doch wieder mehr getrunken als ich vorhatte, für mich ist es sehr viel einfacher gar nicht zu trinken, auch wenn das unvorstellbar klingt, solange man noch an der Flasche hängt.
Ich habe keinen Schnaps getrunken, Prosecco und Wein dafür flaschenweise und sehr schnell in mich geschüttet, gegen Ende mit Saft verdünnt, weil es mir gar nicht mehr schmeckte.
Alles Gute für dich !





