Du bist nicht angemeldet als Gast hier –
und kannst deshalb nur einen kleinen Teil des Forums sehen.
Hier kannst Du Dich kostenlos und anonym anmelden!
"Mein Name ist Bernd und ich bin Angehöriger ...." ... wie sich ja durch das Buch unschwer erschließen lässt. Mehr zur Biografie findet sich hier, einfach mutig auf "Biografische Rahmendaten der Autoren" klicken und runterscrollen.
Wer seid Ihr?
Klasse. Danke für die Rückmeldung. Das klingt alles nach: Der Anfang ist gut und gemacht. Meine persönliche Meinung, mein Gefühl: Je mehr Du Dich mit dem Thema Alkoholismus beschäftigst (und zwar mit konkretem Bezug zu Dir selbst), umso höher sind die Chancen, dass Du wieder aus der Abwärtsspirale rauskommst. Die Gespräche sind super, unbedingt weiter machen damit!
Wenn Du möchtest: Abonniere doch unser 30-Tage-Programm. Da sind auch täglich Aufgaben bzw. Videotipps dabei. Also tägliches "Futter."
Ich freue mich 🙂
Gaby
PS: Was hat der Herr denn zum Buch gesagt 🙂 ?
Je mehr Du Dich mit dem Thema Alkoholismus beschäftigst (und zwar mit konkretem Bezug zu Dir selbst), umso höher sind die Chancen, dass Du wieder aus der Abwärtsspirale rauskommst.
Das ist wohl wahr. Ich komme mir dabei allerdings vor wie „Augustinus und der Knabe am Meer“.
Wenn Du möchtest: Abonniere doch unser 30-Tage-Programm.
Hab ich gerade gemacht - glaube ich...
PS: Was hat der Herr denn zum Buch gesagt 🙂 ?
Er war überrascht, dass er das Buch noch nicht kennt und hat es auf seinem Schreibtisch abgelegt. Mich hat es nicht überrascht, dass er es noch nicht kannte. Ich werde mit ihm Euer Buch sicherlich nochmal thematisieren.
Zwischendurch kamen wir sowieso auf das Thema Literatur zu sprechen. Die übliche Betroffenenprosa hielt er für wenig hilfreich und Hardcorewissenschaft zum Thema ist halt eher was für Wissenschaftler. Sein Lieblingsbuch, das er auch empfiehlt, ist „Alk: Fast ein medizinisches Sachbuch" von Simon Borowiak. Kannte ich aber schon, da ich bestimmt schon zwei dutzend Bücher zum Thema durchhabe.
MfG
M.Schneider
Das ist wohl wahr. Ich komme mir dabei allerdings vor wie „Augustinus und der Knabe am Meer“.
Du sollst nicht das Meer trocken legen, nur Dich selbst. Das geht 🙂
Ach ich habe es als Hörbuch,dden Borowiak und manches Kapitel höre ich mir immer wieder an... Vor allem wenn ich im Kopf mal wieder Spinne.
Ansonsten gut, du hast deinen Termin wahr genommen!
... wieder Gedanken zum Thema "Sucht"... da ich auch die Anonymen Alkoholiker (AA) erwähnte... ich stieß auf einen Gedanken, der mir sehr sehr plausibel erscheint, warum die AA eine so geringe Erfolgsquote haben (unterstellt daß das stimmt... nicht überprüft...) : es läge am Ansatz des "TOTAL trocken": dies sei unnatürlich und darum zum Scheitern verurteilt. Für mich super interessant ! Habe das nie in Frage gestellt... dachte... naja wird schon stimmen... wenn ein Ex-Alkoholiker nur 1 Tropfen Alk nimmt = voll Absturz.
Also die Kritik am "total trocken"-Ansatz:
1)es fixiert das gesamte Leben auf Alkohol; nur halt mit umgekehrtem Vorzeichen
2)die unrealistische Forderung nach absoluter Abstinenz führt in der Art einer selbsterfüllenden Prophezeiung zum Scheitern: im Falle, daß doch etwas Alk getrunken, meint derjenige, daß jetzt eh der gesamte bisherige Weg verloren ist, weil er ja versagt hat, weil er die absolutistische Forderung nicht erfüllt hat, also kann er´s gleich sein lassen und wieder Suchttrinker sein. Es ist also überhaupt erst der Absolutismus der Abstinenz-Forderung, welcher das Scheitern bewirkt.
Die AA-Kritiker behaupten, daß maßvoll Alk eben dem Ex-Alkoholiker keineswegs schaden würde, daß also ein Ex-Alkoholiker sehr wohl in Maßen trinken könne, so wie jeder andere Mensch auch (ob das stimmt, weiß ich nicht; oder ob Ex-Alkoholiker wirklich absolut abstinent sein müssen). Jedenfalls war da ein Ansatz für gelungenen Umgang mit allen potentiellen Suchtmitteln, der mir absolut einleuchtet: Tagesdosis abpacken ! Erlaube dir bestimmte Dosis am Tag, die darfste, mehr nicht, das einhalten. Das heißt: IN MASSEN und DAS scheint mir der sinnvolle Umgang zu sein! Und das funktioniert auch, ich kenne einen Alkoholiker, der sich seit langem nun 2 x 0.5 Bier am Abend genehmigt und damit lebt er jetzt seit Jahren gut. Ich selber praktiziere das, ohne daß ich ein solches Konzept bewußt beabsichtigt hätte, mit Süßigkeiten: ich habe sie immer außer Reichweite, ich beginne erst abends mit Süßigkeiten, und seit langem ist mein Konsum sehr moderat. Und auch überall sonst wird das Konzept des Maßhaltens ja praktiziert, völlig normal in der Ernährung, man stopft sich eben nicht sinnlos voll, dann z.B. bez. Kinder und Fernsehen, Kontingent von 3h pro Woche, usw.
Also: mir war unklar, warum die AA eine so schlechte Erfolgsquote haben. Die Kritik der Absolutabstinenz scheint mir ein plausibler Erklärungsansatz! Und der Alternativansatz des Abpackens einer erlaubten Tagesdosis scheint mir eine sehr gelungene Alternative.
Es läge am Ansatz des "TOTAL trocken": dies sei unnatürlich
Was ist daran unnatürlich? Es gibt auch Leute, die nie in ihrem Leben gekokst haben oder Wasserski gefahren sind.
Erlaube dir bestimmte Dosis am Tag
Auch wenn ich (noch?) nicht total trocken bin, so kann ich doch schon sagen, dass sowas für mich nicht in Frage kommen würde. Das ewige Einhalten der Dosis dürfte für mich deutlich stressiger sein als totale Abstinenz. Am Einhalten einer vorgenommen Dosis bin ich in er Vergangenheit sowieso schon mehrere hundert mal gescheitert.
Die AA-Kritiker behaupten
Da gibt es nichts zu kritisieren. Wenn bei Dir das Konzept der Erlaubten Dosis funktioniert ist das gut und wem bei anderen das AA-Konzept funktioniert, dann ist das auch gut. Klar dürfte sein, dass auch am Konzept der „Erlaubten Dosis“ schon Legionen gescheitert sind.
Mit freundlichen Grüßen
Schneider
1)es fixiert das gesamte Leben auf Alkohol; nur halt mit umgekehrtem Vorzeichen
Das ist eben genau der Irrtum. Wer zufrieden trocken ist, der fixiert sich da eben nicht mehr drauf. Ich erklär das mal so: Der zufrieden Trockene ist auf den Alkohol dann so fixiert, wie Du auf frittierte Heuschrecken. Oder was Ähnliches, was Dir am Pöpes vorbei geht und Du einfach nicht essen oder trinken willst.
Der Unterschied besteht in "ich darf nicht" zu "ich will nicht". "Ich brauche nicht mehr" drückt dann die Dankbarkeit aus, den ganzen Stress nicht mehr zu haben, der mit dem Saufen einher geht (Alkoholbeschaffung, Lügereien, Pfefferminzbonbon-Lutschen, Geheimvorräte verstecken, leere Flaschen entsorgen, darüber morgens rätseln, was man abends vielleicht für einen Blödsinn gelabert hat .... to be continued
Die AA-Kritiker behaupten, daß maßvoll Alk eben dem Ex-Alkoholiker keineswegs schaden würde, daß also ein Ex-Alkoholiker sehr wohl in Maßen trinken könne
Kriterium des Alkoholismus ist der Kontrollverlust. Kontrolliertes Trinken eines Alkoholikers ist ein schwarzer Schimmel. Bei dem Herren, den Du beschreibst, sehe ich nur zwei Möglichkeiten: Er lügt Dich an (was Alkoholiker gerne tun, wenn es um den eigenen Konsum geht und darum, den Anschein zu wahren, alles sei ja im Griff) oder er ist kein Alkoholiker.
Also: mir war unklar, warum die AA eine so schlechte Erfolgsquote haben. Die Kritik der Absolutabstinenz scheint mir ein plausibler Erklärungsansatz! Und der Alternativansatz des Abpackens einer erlaubten Tagesdosis scheint mir eine sehr gelungene Alternative.
Dagegen sprechen die Daten aber sehr klar. Kontrolliertes Trinken funktioniert nicht. Die Erfolgsquote der AA ist übrigens nicht schlecht - sie ist nur genauso miserabel, wie die aller anderen Konzepte. Was nicht bedeutet, dass sie per se nichts taugt. Man kann vielleicht auch sagen, dass die AA eben denjenigen helfen, die es anders gar nicht gepackt hätten. Die Wege raus aus dem Alkohol sind durchaus vielfältig. Raus heißt aber eben auch RAUS.
an trosinette, gaby_guzek
ok danke, alles interessante Aspekte und Infos. Soll mir alles recht sein... es mag ja Verschiedenes funktionieren, beim einen dies, beim anderen das. Und auch sind´s Definitionsfragen... Def. des Alkoholikers = er kann NICHT sich an Tagesdosis halten... ok.
Ungeachtet dessen: das mit der Tagesdosis gefällt mir, für Umgang mit potentiell süchtigmachenden Stoffen. Man kann mit allem übertreiben, und viele tun es und es ist ein Problem für sie. Aber... ins Extrem gedacht... dann müßte man ja mit allem total aufhören, weil alles süchtigmachend sein kann... das kann´s ja nun offensichtlich auch nicht sein. Der gelungene maßvolle Umgang... der Genießer, statt dem vom Konsum Beherrschten... für... alles... Kaffee, Zigarren... Essen Computerspiele Fernsehengucken porn Süßigkeiten usw usw usw.
Irgendwie ist es etwas aus der Mode geraten, sich kurz vorzustellen. Kann man da etwas tun? Die Nutzerzahlen gehen ja offensichtlich hoch.





