Es gibt immer wieder welche die das nicht verstehen können, dass man nun sein Leben lang nichts mehr trinken will, nicht darf, diesen versuche ich das nochmal zu erklären. Denn die Sucht kann nicht geheilt werden, sondern nur gestoppt.
Ich habe mir auch schon mal erlaubt jemanden auf den Kopf zu zusagen, nachdem ich oft genug genervt wurde folgendes zu sagen: ICH BIN BEKENNENDER TROCKENER ALKOHOLIKER UND TRINKE NICHTS MEHR.
Es ist für mich ein Begriff um auszudrücken: “Ich habe ein Alkoholproblem und bleibe deshalb dauerhaft alkoholfrei”. …
Ein anonymer Erfahrungsbericht aus dem Alkoholiker-Forum von Alkohol adé.
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Fachliche Einordnung durch Dr. med. Bernd Guzek
Was bedeutet es medizinisch, wenn Betroffene sagen: „Alkoholsucht ist nicht heilbar”?
Alkoholabhängigkeit wird in der Suchtmedizin als chronische Erkrankung eingestuft. Das Suchtgedächtnis speichert die Verknüpfung zwischen Alkohol und Belohnungserleben dauerhaft – auch nach Jahren ohne Alkohol. Deshalb sprechen Fachleute nicht von Heilung, sondern von Remission: Die Erkrankung ist unter Kontrolle, aber nicht verschwunden. Die offene Selbstidentifikation als trockener Alkoholiker, wie sie dieser Beitrag beschreibt, kann ein wirksamer Schutzmechanismus sein. Sie schafft Klarheit im sozialen Umfeld und reduziert den Saufdruck, der entsteht, wenn andere das Nichttrinken infrage stellen. Gleichzeitig stärkt sie das eigene Bewusstsein dafür, dass kontrolliertes Trinken für Menschen mit Alkoholabhängigkeit keine realistische Option ist.
Häufig gestellte Fragen zu Alkoholabhängigkeit und Abstinenz (FAQ)
Ist Alkoholabhängigkeit wirklich nicht heilbar?
Nach aktuellem Stand der Suchtmedizin gilt Alkoholabhängigkeit als chronische Erkrankung. Das Suchtgedächtnis bleibt auch nach langer Abstinenz bestehen. Deshalb wird nicht von Heilung gesprochen, sondern von stabiler Remission – solange kein Alkohol konsumiert wird.
Warum bezeichnen sich manche Menschen bewusst als trockener Alkoholiker?
Die offene Selbstbezeichnung schafft Klarheit gegenüber dem sozialen Umfeld und schützt vor Situationen, in denen Alkohol angeboten oder das Nichttrinken hinterfragt wird. Viele Betroffene erleben sie als stabilisierend, weil sie die eigene Haltung nach außen sichtbar macht.
Wie gehe ich mit sozialem Druck um, wenn andere mein Nichttrinken nicht verstehen?
Ein klarer, selbstbewusster Satz reicht oft aus – ohne sich zu rechtfertigen oder in Diskussionen einzusteigen. Wer offen mit seiner Abstinenz umgeht, reduziert langfristig den Erklärungsdruck und stärkt die eigene Position.
Redaktionelle Texte werden geprüft von Dr. med. Bernd Guzek
Die Texte auf der Seite ersetzen keine medizinische Beratung.
Mehr über das Alkoholiker-Forum: “Ehrlicher Austausch auf dem Weg aus der Sucht”

