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Servus,
ich bin der neue hier. 50 Jahre alt, verheiratet, 2 Kinder. Guter und stressiger Job, Haus, alles, was man will.
Was ich nicht habe, ist die Fähigkeit den Alkoholkonsum zu steuern, also kontrolliert zu trinken.
Deshalb wollte ich November 2024 auch bereits einmal ganz aufhören. Habe immerhin 6 Monate geschafft, dann war der Stress zu groß.
Heute mache ich einen neuen Anfang. Ich will einfach nicht mehr. Am Wochenende habe ich mit Freunden Fußball geguckt und dann sind wir noch zu einem Nachbarn. Dort fiel mir nichts besseres ein, als unterm Tisch am Knie einer anderen Nachbarin zu fummeln. Sie ist dann gegangen, ich kurze Zeit später auch. Wie ich nach Hause kam weiß ich nicht mehr. Ich habe anscheinend noch probiert den Ofen anzumachen, beim Holz draußen stand auch noch eine immerhin geschlossene Flasche Bier...
Einen Kater hatte ich nicht wirklich, aber es kam etwas Erinnerung zurück und gleich diese Scham. Ich habe mich per Nachricht für mein Verhalten entschuldigt, anscheinend hat es der Ehemann auch noch mitbekommen... Meine Güte nochmal, wie peinlich!
Es reicht! Ich will endlich mein Leben zurück. Gesund, unter Kontrolle und ohne peinliche Momente...
Bereits in der Jugend habe ich nie normal getrunken. Immer bis ans Limit. Da gab es auch schon viele peinliche Momente.
Jetzt bin ich zufällig auf diese Seite gestolpert und vertraue mich mal der anonymen Gruppe an.
Danke, dass es das hier gibt!
@trombo Herzlich willkommen! Sechs Monate ist doch zunächst schon mal ein Hausnummer, darauf kann man aufbauen. Die wenigsten hier sind auf Anhieb direkt aus dem Nervengift raus, also ist das gar nicht so besonders. Lies Dich durch, wie die anderen es gemacht haben und stell Fragen über Fragen!
Und was Peinlichkeiten betrifft ... auch da bist Du nicht der erste, dem so etws unterlaufen ist ...
Viel Erfolg!
@lagertha, @natarie, @baileys23 @ulli1962, @bergwacht
@trombo Herzlich willkommen hier im Forum.
Erstmal: Sechs Monate Abstinenz sind eine enorme Leistung. Das sollte nicht unter „hat nicht geklappt“ laufen, sondern unter „ich kann das – und zwar über eine lange Strecke“. Dass der Stress dich irgendwann überrollt hat, schmälert das nicht. Viele rutschen genau in solchen Phasen wieder rein. Wichtig ist: du fängst nicht bei Null an, du weißt schon, wie sich ein nüchternes Leben anfühlt.
Diese mühsame Idee vom „kontrollierten Trinken“ ist für viele der härteste Teil. Man zerreißt sich ständig innerlich, diskutiert mit sich selbst und verliert Energie, die man eigentlich für den Alltag bräuchte. Als ich den Schalter auf 0,0 gesetzt habe, fiel ein ungeheurer Druck weg. Kein Abwägen mehr, kein Rechtfertigen, kein inneres Verhandeln.
Dein Erlebnis vom Wochenende zeigt sehr deutlich, warum du jetzt die Reißleine ziehst. Solche Situationen tun weh – und gleichzeitig sind sie oft der Moment, in dem man sagt: Es reicht. So will ich nicht mehr leben. Dieser Satz ist ein Wendepunkt. Und du hast ihn ausgesprochen.
Seit ich komplett aufgehört habe, sind die Probleme des Lebens nicht verschwunden, aber sie sind endlich lösbarer geworden. Keine Schamattacken mehr am nächsten Morgen, keine Angst vor dem, was ich angeblich getan oder gesagt habe. Ein klarer Kopf macht vieles einfacher.
Dass du dich hier zeigst und einen neuen Anfang wagst, ist ein starker Schritt. Lies dich in Ruhe ein – du wirst viele Menschen finden, die denselben Weg gegangen sind, mit Rückschritten, Wiederaufstehen und am Ende einem stabilen 0,0-Leben.
Du bist hier absolut richtig angekommen.
@trombo herzlich willkommen , oh je diese Peinlichkeiten, da bist du nicht der einzigste.
Du hast es schon mal 6 Monate geschafft,jetzt,mit Unterstützung ,kannst du den Faden wieder aufnehmen.
Viele Grüsse
Ich freue mich über die Antworten. Heute war ein guter Tag, euer Zuspruch tut gut.





