Mein erster Gedanke war: Der Alkohol hätte mich fast das Leben gekostet. Da wirken die rund 7800 Euro, die ich in den letzten 991 Tagen nicht mehr für Alkohol ausgegeben habe, fast wie Peanuts. Gesundheit, Würde und Lebenszeit lassen sich schließlich nicht in Euro aufrechnen.
Aber natürlich hast du recht: Alkohol geht ordentlich ins Geld. Und der Selbstbetrug vom „Genießer“ kann dabei durchaus teuer werden. Ich kenne das schließlich selbst. Irgendwann war es nicht mehr wichtig, was auf dem Etikett stand. Hauptsache, die Wirkung stimmte.
Ein klassisches Sparschwein habe ich allerdings nicht. Und ehrlich gesagt wüsste ich auch gar nicht, was ich mir davon irgendwann als besondere Belohnung kaufen sollte. Das gesparte Geld fließt bei mir längst in mein Leben. …
Ein anonymer Erfahrungsbericht aus dem Alkoholiker-Forum von Alkohol adé.
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Fachliche Einordnung durch Dr. med. Bernd Guzek
Häufig gestellte Fragen zu Alkoholsucht und Kosten (FAQ)
Wie viel Geld gibt ein Alkoholabhängiger durchschnittlich für Alkohol aus?
Die Kosten variieren stark, liegen bei fortgeschrittener Abhängigkeit aber häufig im Bereich mehrerer Hundert Euro pro Monat. Durch die Toleranzentwicklung steigt die benötigte Menge über die Jahre, was die Ausgaben weiter in die Höhe treibt.
Verändert sich das Konsumverhalten finanziell im Verlauf einer Alkoholsucht?
Ja. Mit zunehmender Abhängigkeit verliert die Qualität des Alkohols an Bedeutung – entscheidend wird die Wirkung. Das führt oft dazu, dass günstigere, aber größere Mengen konsumiert werden, was die Gesamtkosten dennoch steigen lässt.
Lohnt es sich, das in der Abstinenz gesparte Geld bewusst zu verfolgen?
Viele Betroffene empfinden es als motivierend, die Ersparnis sichtbar zu machen. Gleichzeitig zeigt die Erfahrung, dass der eigentliche Gewinn der Abstinenz in der wiedergewonnenen Lebensqualität liegt – nicht allein in der finanziellen Entlastung.
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