Die erste Woche, also bevor ich zu ihr ging war sehr schwierig, immer der Gedanke, komm trink, trink nur eins du kannst ja morgen aufhören. Nach dem Gespräch wahr ich so frei, ich hätte die ganze Welt umarmen können und die Gedanke an Alk wahren viel weniger geworden.
Sie war sehr einfühlsam, sagte gleich, dass es vielen so geht und dass ich jederzeit zu ihr kommen kann sie machte auch gleich einen neuen Termin in einer Woche aus, nur um mich zu bestärken.
Ja ich würde es wieder machen und das am ersten Tag! …
Ein anonymer Erfahrungsbericht aus dem Alkoholiker-Forum von Alkohol adé.
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Alkoholproblem beim Hausarzt ansprechen: Fachliche Einordnung durch Dr. med. Bernd Guzek
Warum fällt es so schwer, ein Alkoholproblem beim Hausarzt anzusprechen – und was kann ein gutes Gespräch bewirken?
Der Gedanke „Trink nur eins, morgen kannst Du aufhören“ ist typisch für den Saufdruck in den ersten Tagen. Das Suchtgedächtnis meldet sich mit scheinbar vernünftigen Argumenten. Genau dieses eine Glas ist jedoch riskant, denn schon ein einziger Schluck kann über Priming das Verlangen neu entfachen. Dass die Gedanken an Alkohol nach dem Arztgespräch nachließen, ist gut nachvollziehbar. Ein verheimlichtes Alkoholproblem bedeutet Dauerstress, und Stress ist einer der stärksten Treiber des Suchtdrucks. Wer offen sprechen kann und ernst genommen wird, entlastet damit auch sein Gehirn. Ein zeitnaher Folgetermin wie hier ist gerade in den ersten Wochen ausgesprochen sinnvoll.
Häufig gestellte Fragen zum Alkoholproblem beim Hausarzt (FAQ)
Wie spreche ich meinen Hausarzt auf mein Alkoholproblem an?
Am einfachsten ist ein direkter Satz wie: „Ich trinke zu viel und möchte aufhören.“ Ehrliche Angaben zu Menge und Häufigkeit helfen dem Arzt, die Lage richtig einzuschätzen. Ärztinnen und Ärzte unterliegen der Schweigepflicht.
Was kann der Hausarzt bei einem Alkoholproblem tun?
Er kann Blutwerte prüfen, das Risiko eines Entzugs einschätzen und einen ambulanten Entzug begleiten. Bei Bedarf vermittelt er weiterführende Hilfe. Regelmäßige Folgetermine geben gerade in den ersten Wochen Halt.
Ist ein einziges Glas gefährlich, wenn ich aufhören will?
Ja, das Risiko ist größer, als es sich anfühlt. Schon ein Schluck kann das Suchtgedächtnis reaktivieren und das Verlangen deutlich verstärken. Der Gedanke „nur eins“ gehört deshalb zu den häufigsten Wegen in den Rückfall.
Redaktionelle Texte werden geprüft von Dr. med. Bernd Guzek
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