Ich versuche es aktuell auszuhalten. Die Leere mit Alkohol zu “betäuben” ist eine Lösung gewesen, leider ist das ja dann der “Teufelskreis”. Am Aben fühle ich mich dann wohl und am nächsten Tag: Kater, verquollene Augen, Peinlichkeit so in die Arbeit zu fahren, quälendes schlechtes Gewissen, Selbstvorwürfe ……..
Ich denke mir jetzt dann halt die “Leere” auszuhalten und lieber den nächsten Tag zu genießen!!!. Am Wochenende versuche ich mindestens eine Verabredung mit Freunden zu organisieren. Das gibt mir Struktur. Es gibt gute Plattformen auf den man Aktivitäten mit anderen unternehmen kann. Da habe ich mich auch angemeldet und schon sehr schöne Unternehmungen mitgemacht. …
Ein anonymer Erfahrungsbericht aus dem Alkoholiker-Forum von Alkohol adé.
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Fachliche Einordnung durch Dr. med. Bernd Guzek: Innere Leere und Alkohol
Hilft Alkohol gegen innere Leere – oder macht er sie auf Dauer größer?
Innere Leere gehört zu den häufigsten Gründen, abends zum Glas zu greifen. Alkohol dämpft das unangenehme Gefühl kurzfristig, weil er das Belohnungssystem im Gehirn anspricht und für schnelle Entspannung sorgt. Der Preis folgt am nächsten Morgen: Kater, Scham und Selbstvorwürfe verstärken genau die Leere, die betäubt werden sollte. So entsteht der Teufelskreis, der in diesem Beitrag beschrieben wird. Wer aus dem Entspannungstrinken aussteigen will, braucht deshalb mehr als Verzicht. Die Leere bewusst auszuhalten ist ein wichtiger Schritt in Richtung Abstinenz. Feste Verabredungen und gemeinsame Aktivitäten geben dem Tag Struktur und füllen die Lücke, die der Alkohol hinterlässt.
Häufig gestellte Fragen zu innerer Leere und Alkohol (FAQ)
Warum greifen viele Menschen bei innerer Leere zu Alkohol?
Alkohol wirkt schnell entspannend und dämpft unangenehme Gefühle für einige Stunden. Diese kurzfristige Erleichterung prägt sich ein, sodass das Gehirn Alkohol als scheinbare Lösung abspeichert. Die Leere selbst verschwindet dadurch aber nicht.
Wird die innere Leere ohne Alkohol schlimmer?
In den ersten Wochen der Abstinenz kann die Leere deutlicher spürbar sein, weil die Betäubung fehlt. Mit der Zeit wird sie meist erträglicher, besonders wenn neue Routinen und soziale Kontakte entstehen. Hält sie dauerhaft an, sollte ärztlich abgeklärt werden, ob mehr dahintersteckt.
Was hilft gegen innere Leere ohne Alkohol?
Struktur ist ein wichtiger Baustein: feste Verabredungen, Aktivitäten mit anderen und ein geplanter Tagesablauf. Auch der Austausch mit Menschen, die Ähnliches erleben, entlastet. Wichtig ist, die Leere nicht sofort füllen zu müssen, sondern sie Schritt für Schritt auszuhalten.
Redaktionelle Texte werden geprüft von Dr. med. Bernd Guzek
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