Die Art des Trinkens und damit die Kosten haben sich im laufe der Jahrzehnte verändert. Im Schnitt ist es aber teurer geworden, weil mehr konsumiert wurde. Vor allem das „Edeltrinken“ mit „besonderen Getränken“. Teure Whiskys etc.
Dazu habe ich viel auswärts getrunken. Kneipenpreise, Restaurantpreise etc.
Ein Faktor bei mir ist auch der Kostenblock, der nicht direkt in den Alkohol floss, sondern DADURCH verursacht wurde: Taxifahrten, Blödsinn bei Amazon bestellen, Trinkfahrten übers Wochenende und all solche Sachen. Wenn ich da realistisch und ehrlich bin, kamen da im Schnitt viele hundert Euro im Monat zusammen. Der Geldbeutel saß halt locker.
Auch wenn ich es nicht direkt und unmittelbar in ein „Sparschwein“ tat: dadurch dass jeden Monat derart viele Ausgaben wegfielen, sparte es sich fast wie von selbst. Investiert in einen ETF kann sich das Sümmchen bisher sehen lassen. Gottseidank habe ich es immer so hinbekommen, dass …
Ein anonymer Erfahrungsbericht aus dem Alkoholiker-Forum von Alkohol adé.
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Fachliche Einordnung durch Dr. med. Bernd Guzek
Warum steigen die finanziellen Folgen einer Alkoholsucht oft unbemerkt weit über den reinen Alkoholkonsum hinaus?
Der hier beschriebene Mechanismus ist typisch: Durch die fortschreitende Toleranzentwicklung steigt nicht nur die konsumierte Menge, sondern auch das Preisniveau – teurere Getränke signalisieren dem Gehirn eine höhere Belohnung. Gleichzeitig senkt Alkohol die Impulskontrolle, was Spontankäufe, unnötige Fahrten und ungeplante Ausgaben begünstigt. Diese indirekten Kosten übersteigen den reinen Alkoholpreis oft um ein Vielfaches, werden aber selten als suchtbedingt erkannt. Das Belohnungssystem steuert dabei nicht nur das Trinken selbst, sondern auch das begleitende Konsumverhalten. Mit der Abstinenz fallen diese Ausgaben weg – häufig ohne bewusstes Sparen, einfach weil die impulsgetriebenen Auslöser verschwinden.
Häufig gestellte Fragen zu Alkoholsucht und Kosten (FAQ)
Welche versteckten Kosten verursacht Alkoholsucht neben dem Alkohol selbst?
Neben dem reinen Alkoholkauf entstehen oft hohe Kosten durch Taxifahrten, Impulskäufe im Rausch, Essengehen in Verbindung mit Trinken und spontane Reisen. Viele Betroffene unterschätzen diese indirekten Ausgaben, die sich auf mehrere Hundert Euro monatlich summieren können.
Spart man automatisch Geld, wenn man mit dem Trinken aufhört?
In den meisten Fällen ja – und zwar nicht nur den Alkoholpreis. Mit der Abstinenz fallen auch die alkoholbedingten Nebenausgaben weg, da die enthemmte Impulskontrolle sich normalisiert. Viele Betroffene berichten, dass sich die Ersparnisse fast von selbst ergeben.
Warum trinken manche Menschen im Lauf der Zeit immer teureren Alkohol?
Durch die Toleranzentwicklung braucht das Gehirn stärkere Reize, um eine Belohnung zu empfinden. Der Umstieg auf hochwertigere oder exotischere Getränke kann Teil dieses Musters sein – das sogenannte „Edeltrinken” ist dabei weniger Genuss als neurobiologisch getriebenes Verhalten.
Redaktionelle Texte werden geprüft von Dr. med. Bernd Guzek
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