Moin, ich bin smaaty, männlich, und stelle mich kurz vor.
Ich trinke seit 53 Jahren. Ich habe mit 16 Jahren angefangen. Ich trinke nicht täglich, aber mehrmals die Woche, eine mittlere Menge. Ich habe Entzüge hinter mir und hatte Rückfälle.
Mit der Zeit ist mir aufgefallen: Batterie alle ! Schlapp ohne Ende ... Ich weiß schon eine Weile, dass es ein Problem ist – aber der Schritt hierher hat gedauert.
Ich habe Unterstützung – Freunde.
Am Ende soll kein Alkohol mehr in meinem Leben stehen. Alkoholismuss ist eine Krankheit mit der Bitte dieses zu respektieren Ich bin gespannt, was mich hier erwartet.
Es ist eher so, dass ich so ein kleinen Pegel halten muss.
Jetzt gehen bei mir aber die Alarmglocken an, lieber Marty. Damit bist Du Spiegeltrinker und damit bist Du auch kein "Fall" mehr, der alleine aufhören sollte. Auch Runtertrinken kann echt schief gehen. Wäre es vielleicht eine Möglichkeit für Dich, zum Hausarzt zu gehen und Dich zu offenbaren? Wenn Du in keine Klinik willst - es gibt auch die Möglichkeit des ambulanten Entzuges, unter hausärztlicher Aufsicht. Du bekommst dann auch die Medikamente, die in der Klinik gegeben werden.
Nimm meine Worte bitte unbedingt ernst. Als Spiegeltrinker (auch wenn es nur "ein kleiner Pegel" ist) ist ein so genannter kalter Entzug schlimmstenfalls lebensgefährlich. Viele denken "ach, wenn mir zu unwohl ist, kann ich immer noch den Rettungswagen rufen" und genau das ist der Irrtum. Krampfanfälle, Unterzuckerung und/oder Bluthochdruck knocken Dich aus, bevor Du piep sagen kannst.
Ja, ich bin jetzt bewusst dramatisch. Denn das ist nun mal so und ohne einen gewissen Nachdruck wirst Du meine Einwände auch sofort wieder verwerfen.
Wie sähe es aus, mit dem Hausarzt zu reden? Bis dahin: Weitertrinken! Das meine ich ernst.
Liebe Grüße
Gaby

