Moin, ich bin Iglo, männlich, und stelle mich kurz vor.
Ich trinke seit 5 Jahren. Ich habe mit 50 Jahren angefangen. Ich trinke jeden Tag, eine mittlere Menge.
Mit der Zeit ist mir aufgefallen: Körperliche Probleme,Zittern, Depressionen Ich weiß schon eine Weile, dass es ein Problem ist – aber der Schritt hierher hat gedauert. Nach außen hin verstecke ich meinen Konsum.
Von außen habe ich im Moment keine Unterstützung.
Am Ende soll kein Alkohol mehr in meinem Leben stehen. Ich hoffe, hier den richtigen Ort gefunden zu haben.
Erstmal schön dass ich hier sein darf.....
Kurz zu mir....
Mein Vater war Alkoholiker,ist bereits kurz vor meinem zweiten Geburtstag gestorben....meine Mutter war ebenfalls alkoholsüchtig,sie hat Suizid begangen....
Ich habe deshalb wahrscheinlich immer Alkohol verabscheut....habe selbst eine Familie gegründet....drei Kinder bekommen....leider ist meine mittlere Tochter schwer drogenabhängig geworden ,sie ist trotz mehrfachen Entzugen weiterhin abhängig ,zur Zeit ist sie in einem Methadon Programm.... mein Sohn ist leider auch mit den falschen Leuten zusammen und ist auch ständig "breit" ,sprich er ist ständig gekifft....
Vor 5 Jahren bekam ich Speiseröhrenkrebs,habe diesen inklusive Chemo und Bestrahlungen und OP überlebt....vor zwei Jahren habe ich einen Herzinfarkt bekommen.....kurz danach würde meine Frau krank ...sie hat 11 Monate gegen ihren Lungenkrebs gekämpft.....als sie starb,ist der Anker in meinem Leben weggebrochen.....danach habe ich einen Darmverschluss mit Komplikationen usw bekommen,war fast 7 Monate im Krankenhaus.....
Seit ich wieder daheim bin fehlt mir der Lebenswille und ich flüchte mich in den Alkohol....mittlerweile trinke ich eine Flasche Rum täglich......ich weiß,ich bringe mich damit um,aber ich weiß nicht,wie ich es ändern soll.....
Ich hoffe auf Verständnis und Mithilfe durch euch....
LG Helmut
@Iglo Willkommen im Forum!
Mit 50 angefangen, fünf Jahre täglich, Zittern und Depressionen — was hat das damals losgetreten? Keine Unterstützung und verstecken, der Schritt hierher ist der schwerste.
Wegen des Zitterns: Hast Du einen Arzt, der Bescheid weiß? Bitte hör nicht einfach auf ohne ärztliche Rücksprache.
@Iglo Was Du in den letzten Jahren durchgemacht hast — das liest man nicht einfach so weg. Krebs, Herzinfarkt, sieben Monate Krankenhaus, und dann stirbt Deine Frau. Dass der Anker wegbricht und man nach irgendwas greift, um das auszuhalten, ist menschlich. Dass es ausgerechnet das Nervengift ist, das Deinen Vater umgebracht hat, macht es doppelt bitter.
Eine Flasche Rum täglich nach allem, was Dein Körper schon hinter sich hat — Du weißt selbst, was das bedeutet. Weiß Dein Arzt, wie viel Du trinkst?
Du schreibst, Du weißt nicht, wie Du es ändern sollst. Fang hier an. Lies, stell Fragen. Du hast gerade den ersten Schritt gemacht.
Egal wie: Es gibt ein Leben ohne Alkohol, und es ist schön. Auch nach allem, was passiert ist.
