Im Nachhinein weiß ich, dass ich mit Alkohol gezielt Stimmungsschwankungen ausgeglichen oder bekämpft habe. 20 Jahre lang. Nun trinke ich seit ca. 1 1/2 Jahren nicht mehr und ich kämpfe mit depressiven Episoden. Die sind erst mit der Abstinenz so richtig ans Tageslicht gekommen. Ich habe ein Jahr ein Antidepressivum genommen, um mein Leben wieder in den Griff zu kriegen, Sport, Therapie, Kündigung, Auszug, Umzug, Wechselmodell etc. Also die richtig dicken Bretter und die richtig heißen Eisen. Nach einem Jahr hab ich mit den Antidepressiva aufgehört, langsam, weil ich auf eigenen Beinen stehen wollte und mich auch in den Höhen wieder spüren wollte.
Nun ist es so, dass ich meine Stimmungsschwankungen kenne und akzeptiere. Ich gebe acht auf mich (Sport, Ernährung, ausreichend Schlaf, gute Menschen um mich herum).
Gerade hatte ich Geburtstag und da kriege ich immer eine Krise, schon eine Woche vorher. Ich hab mir an vielen Geburtstagen die Kante gegeben, weil ich so verzweifelt war, egal ob mit Freunden oder alleine. Der Tag ist schwierig. Dieses Mal war es auch schwierig aber ich hab es ausgehalten. …
Ein anonymer Erfahrungsbericht aus dem Alkoholiker-Forum von Alkohol adé.
Zum geschützten Austausch für Betroffene
Mach’ mit. Lies hier, was neue Mitglieder schreiben.
Fachliche Einordnung durch Dr. med. Bernd Guzek
Häufig gestellte Fragen zu •••• (FAQ)
Redaktionelle Texte werden geprüft von Dr. med. Bernd Guzek
Die Texte auf der Seite ersetzen keine medizinische Beratung.
Mehr über das Alkoholiker-Forum: “Ehrlicher Austausch auf dem Weg aus der Sucht”

