Trotzdem war es für mich eine schöne Zeit, als ich unbeschwert und sorgenfrei die Feste mit Alkohol noch feiern konnte wie sie fielen, auch wenn es durch den Alkohol keine echten Gefühle der schönen Zeit waren, bleiben die meisten feuchtfröhlichen Feste in meiner positiver Erinnerung, trotz teils peinlicher Blamagen, Verfehlungen und Verirrungen. Es war eine aufregende und abenteuerliche Zeit.
Erst als ich anfing alleine zu trinken kippte die Unbeschwertheit und ich bewegte mich mehr und mehr in Richtung Abgrund ……. jahrelang… bis zum 17.01.2026 als eine innere Eingebung mich von jetzt auf dann von dem Unheil erlöste und ich die für den Samstag-Abend eingekauften 2 Flaschen teuren Sekt schnurstracks im Rewe zurückgab. Ich bekam sogar mein Geld zurück und lebe seitdem alkoholfrei.
Ein anonymer Erfahrungsbericht aus dem Alkoholiker-Forum von Alkohol adé.
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lleine trinken als Warnsignal für Alkoholsucht – fachliche Einordnung durch Dr. med. Bernd Guzek
Ist alleine trinken ein Warnsignal für Alkoholsucht?
Der Bericht beschreibt einen Wendepunkt, den viele Betroffene kennen: Solange Alkohol an Feste und Gesellschaft gebunden ist, wirkt er wie ein Teil des Feierns. Wer anfängt, alleine zu trinken, trinkt meist nicht mehr wegen des Anlasses, sondern wegen der Wirkung. In der Suchtmedizin gilt dieser Wechsel als ernstes Warnsignal für eine beginnende Alkoholkonsumstörung. Bemerkenswert ist auch der ehrliche Blick zurück: Die feuchtfröhlichen Feste bleiben positiv in Erinnerung, obwohl im Rückblick klar ist, dass die Gefühle nicht echt waren. Diese verklärende Erinnerung an die Trinkzeit ist normal. In der Abstinenz sollte sie aber bewusst im Blick bleiben, weil sie Saufdruck begünstigen kann. Die zurückgegebenen Sektflaschen zeigen, wie viel Kraft in einem einzigen klaren Entschluss liegen kann.
Häufig gestellte Fragen zum Alleine-Trinken und zur Alkoholsucht (FAQ)
Ist alleine trinken ein Zeichen für Alkoholsucht?
Nicht jedes Glas allein bedeutet eine Sucht. Wird das Alleine-Trinken aber zur Gewohnheit, etwa um abzuschalten oder Gefühle zu dämpfen, gilt das als deutliches Warnsignal. Dann geht es meist nicht mehr um Genuss, sondern um die Wirkung des Alkohols.
Ist es normal, die Trinkzeit in guter Erinnerung zu behalten?
Ja, das erleben viele Menschen in der Abstinenz. Das Gedächtnis bewahrt die schönen Momente und blendet Kater, Peinlichkeiten und Folgen eher aus. Diese Romantisierung ist kein Versagen, kann aber Saufdruck auslösen, wenn man sie nicht durchschaut.
Kann man von einem Tag auf den anderen mit dem Alkohol aufhören?
Viele Betroffene berichten von einem klaren Moment, in dem die Entscheidung fiel. Wer allerdings lange täglich und viel getrunken hat, kann beim plötzlichen Aufhören schwere Entzugssymptome bis hin zu Krampfanfällen bekommen. In diesem Fall gehört der Alkoholentzug in ärztliche Begleitung.
Redaktionelle Texte werden geprüft von Dr. med. Bernd Guzek
Die Texte auf der Seite ersetzen keine medizinische Beratung.
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