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Hallo zusammen..
Ich bin 38 Jahre alt und habe momentan mein zweiten längeren Entzug gestartet (privat von Zuhause)..der erste Entzug verlief 3 Monate..ich habs dann wieder mit dem Alkohol probiert..weil ich dachte ich könnte es kontrollieren..bin dann aber wieder recht schnell in alte Muster gefallen das lag dann bei c.a 10 x 0,5 l Bier täglich..also qwasi ein halber Kasten..muss aber dazu sagen..das mir zu beginn wieder das Bier erstmal garnicht schmeckte..ich musste also paar male mehr trinken um wieder auf den Geschmack zu kommen..naja das es dumm von mir war wieder anzufangen darüber braucht man nicht sprechen..das hatte ich auch so im Gefühl vorher gehabt..aber ein Selbstest zeigte mir das ich es höhst wahrscheinlich nicht bzw nie mehr kontrollieren kann..also denke ich bleibt mir die wahl zwischen entweder viel trinken und früh sterben..oder absistent leben..
Zurzeit bin ich bei Tag 98 ohne alkohol..muss dazu sagen das ich auch dismal bewusst auch auf alkoholfreies Bier verzichte weil es auch rest Alkohol hat..einige Wochen nach habe ich auch das Rauchen gelassen und bin da bei Tag 55 ohne Zigaretten..benutze da keine Hilfsmittel..oder Ersatzprodukte..
Bissher fühle ich mich so ziemlich gemischt..mal bin ich froh nicht zu trinken und nicht zu rauchen...und mal kann ich mich vor langeweile kaum retten..aber so wie ich gelesen habe ist es normal das dann das Leben erstmal Fade und langweilig erscheint..zumal das eine große Umstellung ist..ich sage mal ein gewissen Leiden..und entzug ist immer noch da..und ich frage mich..wann es wirklich Berg auf geht..wobei es darauf sicherlich keine Verbindliche Antwort gibt..
Ich habe nie viele Freunde gehabt..und wenn dann oft auch scheinbar nur Trinkbeziehungen..und wenn man dann nicht mehr trinkt dann fällt natürlich einiges weg..und ich habe das Gefühl zu vereinsamen..Frage mich ob es anderen auch so geht...
Wenn ich mal irgentwie Einladungen bekomme von Freunden/ Bekannten ..und oder Arbeitskollegen ..dann ist das auch immer irgentwie mit Trinken verbunden..aber ich sage dann immer ich habe mir vorgenohmmen mal 6 Monate nichts zu trinken..um zu schauen wie es mir ohne geht..und dann ist man schnell aussortiert..ich will ja nicht rumheulen..aber das kann manchmal ein sehr harter Kampf sein..da merkt man aber auch wie stark unser Umfeld allgemein vom Alkohol geprägt ist..
Ich denke es ist auch mittlerweile schwer irgentwie Leute zu finden die meine vorgehensweise teilen..aber ich habe mir vorgenohmmen mindestens 6 Monate durchzuziehen..egal wie schwer es wird..und dann schaue ich weiter..
Freue mich hier das Forum gefunden zu haben..und würde über Beiträge oder Erfahrungsberichte anderer freuen..vill gibt es Leute die ähnliches durcherleben und oder schon deutlicher weiter sind..
mfg
@dimi38 Willkommen im Forum!
Tag 98 ohne Nervengift und gleichzeitig Tag 55 ohne Zigaretten – das ist was. Bist Du denn zu Hause zurechtgekommen, und ist Suff plus Qualm gleichzeitig weg nicht etwas sehr belastend?
Die Sache mit den sozialen Kontakten trifft wohl viele hier. Wenn man aufhört zu trinken, merkt man schnell, was wirklich Freundschaft war und was nur Trinkgemeinschaft. Tut weh, ist aber auch eine ehrliche Information.
Alles Gute und lass von Dir hören, wie es weiter geht.
Hallo Harley..
als ich das trinken gelassen habe..habe ich natürlich dann etwas gewartet das rauchen einzustellen..und ja es ist dann wenn man beides einstellt schon sehr belastend..ist halt nur nicht zum gleichen Zeitpunkt gewesen..
ohne das Trinken wird das Rauchen irgentwann auch öde..weil sich für mich beides immer nur gut verknüpft hat..es gab auch Tage da habe ich erst nur geraucht wo ich getrunken hatte also die Zeit vorher..
Problem war natürlich dadurch das ich nicht mehr trank mehr geraucht habe..das nennt man ja dann Suchtverlagerung...und ist ja beides irgentwo Nervengift..
Wie ich damit zuhause zurecht gekommen bin..anfangs natürlich erst viel unruhe und wenig Schlaf ..nachher aber auch oft auch nichts mehr zuhause gemacht lag viel im Bett u.sw..dann hat man irgentwann einfach auf nichts mehr lust..was normal seien soll..
Ich bin aber normal arbeiten gegangen..arbeite im Schichtdienst was auch so schon eine Belastung ist..weil der Körper ständig gegen die innere Uhr kämpfen muss..
Man kriegt dafür ja dann auch was zurück nach und nach wird der Schlaf besser...ich schlaf besser durch..die Leistungsfähig nimmt irgentwann zu ..aber da braucht man schon sehr viel Geduld..und die positiven Effekte sind manchmal so klein das man sie schnell als selbstverständlich irgentwann sehen kann..
wichtig ist natürlich immer irgentwie den Willen beizubehalten..was für mich auf lange Sicht als eine richtige Herausforderung darstellt..vill ist man da auch was zu ungeduldig..und erwartet zuviel..und man braucht auch immer dieses warum mache ich das überhaupt..
Ich bin halt alleine..manche haben Familie wo sie sagen können ich machs für meine Frau meine Kinder u.sw..
Ich habe gelesen das es ab 6 Monate erst deutlich aufwärts gehen soll..und das ziehe ich aufjedenfall durch..egal zu welchen Preis..lach..
mfg
@dimi38 Vieles kommt mir sehr bekannt vor, außer dass ich nie geraucht habe. Insbesondere Verbesserungen bei Schlaf und Leistungsfähigkeit gingen zwar langsam, aber stetig nach oben.
wichtig ist natürlich immer irgentwie den Willen beizubehalten..was für mich auf lange Sicht als eine richtige Herausforderung darstellt..vill ist man da auch was zu ungeduldig..und erwartet zuviel..und man braucht auch immer dieses warum mache ich das überhaupt..
Irgendwann war ich dann soweit, dass ich mir sagte, ich will nie dahin zurück ...
@harley wie lange hast du den nichts getrunken?..und ab wann würdest du meinen ..das es deutlich besser war..
@dimi38 Ich bin jetzt das sechste Jahr ohne, richtig angenehm und stabil besser wurde es nach ca. sechs Monaten. Aber auch der Ausstieg war überraschend leicht, ich habe das mit Gabys Nährstoffkonzept durchgezogen, nachdem ich vorher mehrfach gescheitert war, und bin damit auf Anhieb durchgekommen. Ich bin hier immer noch, weil das Forum für mich vermutlich eine Selbsthilfegruppe ersetzt. Wenn ich hier nicht mitmachen würde, würde ich vermutlich nicht mehr an das Nervengift denken.





