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Mit 14 Jahren passierte es zum ersten Mal, nach einer halben Flasche Apfelschnaps, war ich sturzbetrunken. Der Junge der ich war, fand damit wohl seinen Einstieg zum Alkohol. In einer Familie, in der Bier und Schnaps irgendwie dazu gehörte, hatten wohl alle keine Probleme mit dem Gesöff.
Meine Jugend war gezeichnet von Alkohol, Haschisch, Tabletten und folglich einem Haufen Problemen, wie auch einer Lüge nach der anderen. Mit 21 Jahren, gefühlt nah an einer Psychose, erkannte ich, dass es so nicht weiter gehen konnten. Ich hatte die Drogen und den Alkohol abgesagt und konnte mich so in ein normales Leben retten. Das ist mir in der Folgezeit ganz gut gelungen. Obwohl ich weder einen Schulabschluss hatte, konnte ich eine Berufsausbildung abschließen, später eine kleine Führungsposition in einem Handelsbetrieb ausüben, um mich mit 32 Jahren selbstständig zu machen. Nun bin ich über 60 Jahre und leite noch immer mein eigenes Unternehmen. Sprich, ich hatte auch sehr viel Glück, wofür ich dem Leben sehr dankbar bin.
Da gibt es jedoch ein kleines Detail in dieser Geschichte. Mit ca. 40 Jahren dachte ich mich zu kennen, mit beiden Beinen im Leben zu stehen und angeblich genau zu wissen was ich wollte, und was nicht. Deshalb meinte ich als ausgesprochener „Fachmann“ für mich selbst, auch wieder Alkohol trinken zu können. Das der angebliche Fachmann zwischendurch mal wieder total besoffen war, gab mir zwar zu denken, doch ich meinte alles im Griff zu haben.
So zieht sich da s nun durch die letzten 20 Jahre, ich saufe mal mehr, mal weniger. Meist 2-3 Pullen Bier am Tag, am WE auch mal 4-5 Pullen und auf Feiern schon mal bis zum torkeln…
Seit Sonntag habe ich nun nix getrunken und es geht mir ganz gut damit. Doch das ist noch gar nix, kenn´ ich ja bestens.
Worum es mir geht ist, dem Suff endgültig eine Absage zu erteilen. Das dies eine Entscheidung bedeutet ist mir bewusst. Genauso bewusst ist mir auch, dass der Alkohol bei der nächsten Gelegenheit wieder anklopft, Party, Kumpels, usw. und dann geht die ganze Kirmes von „alles halb so wild“ mit dem nachfolgendem Prozedere wieder von vorn los.
Tatsache ist, für dieses Thema finde ich draussen keine Ansprechpartner, denn alle halten mich für gesund – und ich sollte mir mal nicht so viele Gedanken machen; sorry, was für ein Blödsinn, ich mag mir sowas nicht mehr anhören.
So hat es ganz gut getan das alles hier zu schreiben.
Danke Dir / euch für´s lesen und Interesse.





