Da Gabis Buch voraussichtlich nicht vor Freitag hier ankommen wird, habe ich mich mal von oben bis unten und vorne bis hinten, durch die Artikel von Gabi und Bernd durchgelesen und es ist unglaublich, wieviel Sinn auf einmal alles macht!
Das Zusammenspiel zwischen Ernährung, psychischer Gesundheit und Suchtdruck finde ich faszinierend. Es erklärt einfach ALLES! (Ich konnte bis jetzt nicht verstehen, warum zum Geier, ich so gut drauf bin und null Entzugserscheinungen hatte und habe -nach, wohlgemerkt, jahrzehntelangem Alkoholmissbrauch.
Daher möchte ich jetzt einfach mal mit euch teilen, was ich denn über den Tag verteilt so esse. Vielleicht hilft es euch ja auch.
Zum Frühstück schnappe ich mir einen 700ml Mixbecher und fülle erstmal eine Handvoll …
Ein anonymer Erfahrungsbericht aus dem Alkoholiker-Forum von Alkohol adé.
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Fachliche Einordnung durch Dr. med. Bernd Guzek
Kann eine gezielte Ernährung in der Abstinenz tatsächlich Entzugserscheinungen und Suchtdruck lindern?
Was in diesem Bericht beschrieben wird, hat einen nachvollziehbaren medizinischen Hintergrund. Chronischer Alkoholkonsum stört die Aufnahme wichtiger Nährstoffe im Darm – darunter Aminosäuren wie Tryptophan, das der Körper für die Serotoninproduktion braucht. Wird dieser Mangel durch eine nährstoffreiche Ernährung ausgeglichen, stabilisieren sich Stimmung und Schlaf oft spürbar. Gleichzeitig versorgen Vitamine, Mineralstoffe und Proteine das Nervensystem mit dem, was ihm durch den Alkohol über Jahre entzogen wurde. Das kann erklären, warum manche Betroffene trotz langer Trinkgeschichte erstaunlich wenig Suchtdruck erleben, wenn die Ernährung von Anfang an stimmt. Wichtig bleibt: Jeder Entzugsverlauf ist individuell, und eine gute Ernährung ersetzt keine ärztliche Begleitung.
Häufig gestellte Fragen zu Ernährung und Alkoholentzug (FAQ)
Warum haben Alkoholiker oft einen Nährstoffmangel?
Chronischer Alkoholkonsum schädigt die Darmschleimhaut und hemmt die Aufnahme wichtiger Vitamine und Aminosäuren. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Mikronährstoffen, während die Ernährung häufig einseitig ist. Das Ergebnis ist ein Teufelskreis aus Mangel und Suchtdruck.
Kann die richtige Ernährung Entzugserscheinungen mildern?
Eine nährstoffreiche Ernährung kann den Körper dabei unterstützen, Neurotransmitter wie Serotonin und Dopamin wieder aufzubauen. Dadurch stabilisieren sich Stimmung und Schlaf, was Entzugserscheinungen abmildern kann. Sie ersetzt jedoch keine medizinische Entzugsbegleitung.
Welche Nährstoffe sind in der Abstinenz besonders wichtig?
B-Vitamine, Magnesium, Zink und die Aminosäure Tryptophan gehören zu den Nährstoffen, die bei Alkoholismus häufig fehlen. Eine ausgewogene Ernährung mit Obst, Gemüse, Eiweiß und Vollkorn kann helfen, diese Speicher wieder aufzufüllen.
Redaktionelle Texte werden geprüft von Dr. med. Bernd Guzek
Die Texte auf der Seite ersetzen keine medizinische Beratung.
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