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Hi, ich bin noprobdad, männlich, und stelle mich kurz vor.
Ich trinke seit 3 Jahren. Ich habe mit 37 Jahren angefangen. Ich trinke jeden Tag, eine mittlere Menge.
Ich weiß schon eine Weile, dass es ein Problem ist – aber der Schritt hierher hat gedauert.
Ich habe Unterstützung – meine Familie. Es gibt Kinder in meinem Leben, die das mitbekommen.
Am Ende soll kein Alkohol mehr in meinem Leben stehen. Trinke nun seid ca. 8 Tagen nicht mehr......davor ca. 6 Monate 4-6 0,5l Bier täglich. Schön, dass es diesen Ort gibt.
Hier dann nochmal kurz eine vernünftige Vorstellung.
M 40j.
Regelmäßiger Wochenendtrinker war ich wie viele millionen Menschen auch schon seid der Jugend. In den letzten 5-6 Jahren aber hatte sich etwas verändert. 2019 Hochzeit, 2021 Geburt des ersten Kindes, 2021 beruflicher aufstieg, 2025 geburt Kind 2.
Ab 2019 stand ich unter subjektiv empfundenen Dauerstress, und ich fing an 2-3 mal die Woche abends zur Entspannung 5 0.5l Bier zu trinken.
Zeitsprung 06/26 ......seid fast 1 Jahr trinke ich nahezu täglich 4-6 Bier nach Feierabend. Es gab immer mal wieder einen trinkfreien Tag, der mir zunehmend schwerer fiehl
Mitte Mai habe ich entschlossen nicht mehr täglich zu trinken. Nach 6 Tagen......dachte ich das ich zum WE dann ein Bier trinken könnte. Daraus wurden dann wieder 6 Tage täglich.
Heute.......ist nun der 8. Tag ohne.....und mir ist langsam klar das ich wohl nie mehr zu einem "normalen" Konsum zurück finden kann. Ich muss clean bleiben.
Ich habe ( ob durch Alkohol oder nicht) eine Panikstörung, und bin seid 6 Monaten deswegen in Psychotherapie. Auch dort habe ich reinen Tisch gemacht, denn mein Konsum war dort kein Thema.....bisher.
Grüße..
NoProbDad
Herzlich Willkommen bei uns! Danke für Deine tolle, individuelle Vorstellung. Das mit der Panikstörung War die denn schon vorher da, also von der alkoholgeschwängerten Zeit? Wenn nein, dann hat sie Dir der Alkohol beschert. Die gute Nachricht ist aber: Das fängt sich, aber das dauert noch ein wenig.
Es sind die Neurotransmitter, Nervenbotenstoffe, die Dir gerade kräftig zusetzen und die der Alkohol aus der Bahn geschossen hat. Wühl mal hier in der Rubrik "Nüchtern betrachtet", da arbeitet mein Mann (Dr. med Bernd Guzek) solche Themen toll auf. Oder Du schaust in unser Buch "alkohol adé", da steht das auch alles drin. Dann verstehst Du, warum es Dir geht, wie es Dir geht und auch, warum Alkohol eigentlich entspannt (Spoiler: Es ist das selbe Botenstoff-System, dass Dir jetzt die Panik beschert). Auch viele Tipps zur Hilfe findest Du hier wie im Buch.
Such mal nach GABA. Das allein wird Dich umhauen.
Liebe Grüße
Gaby
Sechs Tage trocken, dann gedacht, ein Bier am Wochenende geht schon, und zack: wieder sechs Tage täglich. Kenne ich, ich war auch Entspannungstrinker, auch getriggert durch den Beruf. Kontrolliert trinken ging bei mir auch nicht, und ich glaub, bei keinem Alkoholiker.
Gaby hat Dir ja schon ausführlich geantwortet, da muss ich nichts hinzufügen. Außer: Für mich war GABA der absolute Bringer, der mich ohne Alk am Nachmittag ruhig machte, zuerst solo, dann zusammen mit einer Zwischenmahlzeit, dann nur noch Zwischenmahlzeit. Denn wir interpretieren oft den Hunger falsch als als Trinkwunsch, lausch mal in Dich rein, wenn es am Nachmittag wieder nach Alk ruft. Bei mir war es jedenfalls so.
Wie dem auch sei: Es gibt ein Leben ohne den Suff, und es ist schön.
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@lagertha, @natarie, @baileys23 @ulli1962, @bergwacht, @mina
Hi....
Danke euch für die Antworten. Das Buch Alkohol Ade habe ich bestellt. Ich habe im Netz natürlich auch durch die anderen Foren geschaut, habe hier aber einen Ansatz gefunden dem ich am ehesten Zustimmen kann. Die Sache mit den Nährstoffen ist in meinem Fall so wie so ein riesen Thema, da meine Ernährung nahezu keine Vitamine enthält. Zum ausgleich nehme ich von Zeit zu Zeit Vitaminprärate und spritze alle paar Wochen B12, weil tatsächlich mal ein Mangel diagnostiziert wurde.
GABA......wie in einem anderen Thread zum ausdruck gebracht, stehe ich noch etwas kritisch gegenüber. Erwähnen muss ich auch das ich auf Blutdrucksenker und Blutverdünner angewiesen bin......wegen P.V Ablation nach paroxysmalen VHF in 2025.
Zur Panikstörung.......änglich und grübelnd war ich immer schon, aber seit 2025 hat sich das etwas verselbstständigt. Aktuell habe ich es gut im Griff......auch durch bedarfsweiser einnahme von Opipramol.
Also ziemlich viele Baustellen, wobei die dringenste davon natürlich mein Alkohol Konsum ist. Aber deswegen bin ich nun hier....
Grüße...
Hi,
ich bin mir nicht sicher ob dieser Vorstellungsthread der richtige Ort ist um, ,,Bericht" zu erstatten, oder ob ich dafür einen neuen Thread eröffnen sollte. Möchte aber auch nicht das Forum "zu spammen".
Ggf. wäre an dieser Stelle auch eine Trigger Warnung angebracht, weil ich niemanden mit meinen negativen Gedanken zusätzlich belasten will.
Heute wäre Tag 10 ohne Alkohol gewesen. Die Letzten 6 Tage hatte ich Nachtschicht ohne auch nur den Hauch von ,,Craving" ( von den ersten 2 Tagen Zittern und Schweißausbrüchen mal abgesehen). Heute Morgen hatte ich um 4 Uhr Feierabend...und war gegen halb 5 daheim. Da war die Welt noch in Ordnung.
Nun bin ich gerade zur Tankstelle gefahren und habe mir nach langen zögern meine "Ration" an Bier gekauft.
Warum?
Nun besteht die Gefahr wenn ich folgendes Schreibe, das es so verstanden wird das ich jmd. anderen dafür die Schuld gebe. Auch wenn meine Sucht dazu neigt die Schuld tatsächlich beim Gegenüber zu suchen, so ist sich mein rationaler Verstand völlig klar darüber das ( wenn es überhaupt eine "Schuld" gibt) diese bei mir selbst zu suchen ist.
Was ist passiert?
Ein Streit mit meiner Frau. Im Prinzip um klassische Themen die uns ( und viele andere Paare) seit Jahren immer wieder beschäftigen. Sie fühlt sich mit zwei Kindern als Hausfrau nicht gesehen, ich fühle mich als Haupternährer in einem (Juristisch)-riskanten und mental äußerst fordernden Job nicht wertgeschätzt. Ich gehe ja ,,Nur" arbeiten.
Das ich 6 Tage die Woche im Schichtdienst arbeite, wir keine finanziellen sorgen ( mehr) haben und ich im Prinzip nur Zuhause am schlafen oder auf der Arbeit bin spielt keine Rolle. Ich treibe mich an meinen freien Tagen nicht herum, meine Frau weis immer wo ich bin, und auch sonst gebe ich meiner Meinung nach keinen Grund zur Sorge. Gesehen wird aber tatsächlich nur das ich Zuhause zu wenig mache, wobei sie an dem Punkt auch irgendwie recht hat. Das Problem ist aber.....das regelmäßige Theater-Dramen aufgeführt werden, die mich stark belasten....und sich oft in einer Abwertung meines "Familienbeitrags" und meiner Person zuspitzen.
Ich weis das dass Forum keine Paartherapie ist, und das was ich beschreibe ist auch nicht der Kern dessen weswegen ich gerade schreibe. Aber trotzdem hat mich dieser Streit mal wieder so emotional getroffen, das ich mir nicht anders zu helfen wusste als.....zu trinken. Nach der Auseinandersetzung war ich zittrig.....Kopfschmerzen....Magenschmerzen....Angstgefühle...zu Tode betrübt.
Niemand kann etwas für meine Emotionen außer ich selbst. Mir fehlt allerdings mittlerweile eine Strategie wie ich mit diesen Gefühlen umgehen kann. Ich kann mich nicht mal mehr daran erinnern wie ich es früher gemacht habe.
Hinzu kommt das ich damit das ich heute ein paar Bier trinke im Prinzip im Reinen bin. Viel mehr belastet mich die Angst vor morgen......werde ich morgen auch trinken? Oder schaffe ich es bei Heute zu belassen?
Unterbewusst rede ich mir immer noch ein, das mein Problem eigentlich gar nicht so schlimm ist, und ich mich evtl. nur in etwas rein Steiger. Ich habe ein gepflegtes Äußeres, einen guten Job, eine "Intakte" 4 Köpfige Familie.....ich sitze nicht mit vollgepinkelten Hosen auf der Parkbank.
Ich sehe mich auch nicht als Kandidat für eine Entgiftung oder einer stationären Therapie. Im Vergleich mit gestanden Alkoholikern bin ich mit meinen 5-6 Bier eher ein Mauerblümchen, ganz davon abgesehen das etwas stationäres schon alleine wegen Fehlzeiten auf der Arbeit nicht in Frage kämen.
Also.....habe ich überhaupt ein Alkoholproblem? ( rhetorische Frage)
Daher habe ich mir auch meinen Nicknamen ausgesucht.....NoProbDad.
Grüße...
@noprobdad Es wäre nicht die erste Paartherapie hier ... ernsthaft, und auch nicht der erste Rückfall. Frag doch den @admin, ob er Deinen Beitrag aus "Neu im Forum" zB in das Rückfallforum verschieben kann.
@noprobdad , glaubst du wirklich dass jemand der 5-6 Bier trinkt kein Problem hat?
Ich finde es schade wenn du nun wirklich den Alk getrunken hast.
LG Michl






