Moin, ich bin Foreveryoung, weiblich, und möchte mich kurz vorstellen.
Ich trinke seit 35 Jahren. Ich habe mit 16 Jahren angefangen. Ich trinke mehrmals pro Woche, schon einiges. Einen Entzug habe ich bereits hinter mir.
Was ich an mir bemerkt habe: Ich trinke seit 13 Tagen nichts mehr und fühle mich deutlich besser. Allerdings kann ich nie länger als 4-5 Stunden schlafen. Eigentlich weiß ich es schon lange.
Ich habe Unterstützung – meine Familie.
Am Ende soll kein Alkohol mehr in meinem Leben stehen. Ich habe noch nie versucht mit dem Trinken aufzuhören und mein Konsum war mir auch nie richtig peinlich. Nun sehe ich ein, dass es so nicht weitergeht und möchte einfach den Rest des Lebens ohne Alk gesünder leben.
Ich hatte keine körperlichen Entzugserscheinungen. Ich hoffe, hier den richtigen Ort gefunden zu haben.
@foreveryoung : ich mag Deinen Schreibstiel
Ach, das ist lieb! 😀 Ich schreibe tatsächlich auch ganz gerne mal ein paar Zeilen, wenn ich Zeit dafür habe und diese Website meine Nachrichten nicht "verschluckt". 😎
So. Und jetzt lese ich mir mal deinen Strang durch... (Nachtschichten sind für sowas immer gut geeignet.)
Und noch etwas fällt mir gerade ein... bzw. AUF!
Ich habe vor ein paar Tagen mal spaßeshalber diesen ADHS Selbsttest hier gemacht und das Ergebnis war sehr eindeutig. Ich dachte immer (und es wurde mir auch stets von der Familie so vermittelt) dass ich ein ziemlich anstrengendes Kind war.
Der laute, extrovertierte Klassenclown, der jeden Erwachsenen zur Weißglut bringen konnte. Selbst in meiner Ausbildung eckte ich stets mit Vorgesetzen an, obwohl ich mit 16 schon gelernt hatte, mich zurück zu halten und nicht ständig dazwischen quatschen zu müssen. Das war auch die Zeit, wo ich intensiver mit Alkohol in Berührung kam.
Und seitdem trinke ich ja auch durchgängig, bis vor 21 Tagen. Es passt ALLES. Alkohol zur Entspannung. Alkohol zur Konzentration. Alkohol für Kreativität. Alkohol, um mal richtig heulen zu können. Alkohol, um in Menschenansammlungen die Geräuschkulisse ausblenden zu können.
Und seit dem fortgeschrittenen Erwachsenenalter nutzte ich den Alkohol, um mich davon abzulenken, was für ein schüchternes, kleines Mädchen ich innerlich eigentlich bin. Ich brauche leider in meinem Beruf ein absolut selbstsicheres Auftreten und (zumindest nach Außen hin) einen festen Willen.
Hab ich aber eigentlich gar nicht -weil ich "gefühlt" ja erst gestern den Schulranzen in die Ecke gepfeffert habe.
Habe mir Gabis Buch jetzt übrigens bestellt.
