Hallo ich bin 65 Jahre und seit 1999 trinke ich regelmäßig Alkohol. Seit dem 10.08. mache einen kalten Entzug. Eigentlich unbeabsichtigt🤷♀️ , aber mit heftigen Nebenwirkungen ( keine Anfälle ).
in den 3 Wochen zuvor hatte ich Urlaub und da ich das Haus nicht verlassen kann ( Pflegefall Stufe 3 mit Sturzgefahr) dachte ich mir dann gönnst du dir einfach was anderes und habe mir alle 3 Tage eine Flasche Wodka gegönnt ( bestellt über Lieferservice ). Am 09.08. den letzten Rest getrunken. Eigentlich sollte ich am 10.08. wieder anfangen zu arbeiten ( im Homeoffice ) , es ging mir aber echt so mies am Morgen das ich mich krank gemeldet habe. Den ganzen Tag Herzrasen, wacklige Beine, innere Unruhe und Übelkeit. Am Abend ist mein Sohn mit mir zur Ersten Hilfe ins Krhs. gefahren . Untersuchung , neurologische Tests, EKG und kleines Blutbild waren ok. Nachts um 1 Uhr wieder nach Hause ( Meinung der Neurologin könnte Panikattacke sein ). Am 11.08 ging es mir immer noch nicht besser, habe mich vom Hausarzt 14 Tage krankschreiben lassen. Dann angefangen im Internet zu recherchieren und Voila drauf gekommen das ich auf Entzug bin. Habe seit dem 10.08. keinerlei Alkohol mehr getrunken und auch kein Verlangen danach. Mittlerweile ist nur noch eine leichte Übelkeit , schlechter Schlaf ( dadurch dauerhaft müde ) und geringer Appetit übrig geblieben. Das Buch „ Alkohol ade“ kommt morgen.
@Dustyline Herzlich willkommen hier bei uns.
Mein erster Gedanke, das hätte ein tödlicher Ausgang sein können.
Du schreibst, dass es ein unbeabsichtigter Entzug war. Willst du abstinent leben?
Wenn ja, bist du hier richtig.
LG Michl
@michl . Da irgendeine höhere Gewalt wohl entschieden hat das es reicht mit dem saufen nehme ich an das es das Beste für mich ist nichts mehr zu trinken. Bin hoch motiviert und möchte das wie es mir in der ersten Woche ging NIE wieder erleben. Das war wie Dauerpanikattacke.
@Dustyline Dass es das Beste ist nichts zu trinken, trifft auf alle zu.
Was machst du, damit das auch so bleibt?
@michl Viel im Internet recherchieren und hier im Forum. Mit meinen Kindern reden und meinen Mann probieren klar zu machen das ich nicht sein Lakai bin , der springen muss sobald er ruft. Er versteht nicht das es mir nicht gut geht gesundheitlich durch den Entzug. Er selber musste vor 10 Jahren aufhören ( zu oft gestürzt ) ,auch kalter Entzug ohne irgendeine Nebenwirkung ( hat seit der Jugend getrunken). Jeder reagiert halt anders. Er war damals in einer Selbsthilfegruppe. Das habe ich eigentlich nicht vor 🤷♀️.
Also trinkt er seit 10 Jahre nichts mehr, das währe doch eine gute Voraussetzung. Und SHG ist das hier doch auch.
@michl Richtig aber ohne Stuhlkreis 😂 .Hatte schon Einzel und Gruppentherapie ( wegen Psyche ). Hat mir beides nicht gefallen 🤷♀️. Bin eigentlich Zeit meines Lebens ( also genau gesagt seit ich 5 Jahre alt bin ) ein Einzelkämpfer. Ein Einzelkämpfer der mit 5 Jahren gelernt hat für andere zu sorgen und das bis zum heutigen Tag.Habe jetzt halt für mich entschieden den Weg der Abstinenz zu gehen. Morgen werde ich mit meiner Tochter die 8 Flaschen richtiges Bier und die 15 Flaschen Alkoholfreies Bier im Klo entsorgen. Du siehst wenn ich wollte hätte ich trinken können. Ich will aber nicht 🤷♀️ und das ist wichtig für mich ( Egal wie blöd und komisch ich zu der Erkenntnis gekommen bin ).
@Dustykine
Stuhlkreis ist auch nicht meins, ich bin auch eher der Einzelkämpfer. Ich bin zwar noch in einer RSHG aber die tut mir nicht so richtig gut, zumindest nicht was die Abstinenz angeht, es wird dort zu 90% über alles mögliche geredet nur nicht über Alk und dann ist da noch was, zwei sind rückfällig geworden, das währe ja nicht schlimm, schlimm ist, dass genau die 2 das Alkoholfreie Bier immer verteidigt haben, egal was die anderen oder gar die Therapeuten gesagt haben.
Pass morgen gut auf, wenn den Alk wegschüttest kann es sein, dass es dich triggert, muss nicht aber kann und das auch noch nach Tage.
Viel Erfolg
@michl Danke für den Hinweis 😊 . Ich werde mich mit allen Kräften dagegen sträuben ✌️.

