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Hallo, ich bin Dicker, männlich, und habe mich gerade hier angemeldet.
Ich trinke seit 4 Jahren. Ich habe mit 68 Jahren angefangen. Ich trinke jeden Tag, eine mittlere Menge.
Ich habe Veränderungen bemerkt: Ich hatte nach reichlich Alkoholkumsum vor 14 Tagen eine Ohnmacht, bin gestürzt und habe mich im Gesicht ziemlich verletzt. Danach war ich 10 Tage im Krankenhaus zur Entgiftung.
Ich habe regelmäßig bereits vormittags getrunken, insofern war ich immer schnell müde und schläfrig, aber ich habe vor allem auch meine noch beruflichen und privaten Aufgaben liegengelassen.....kann man ja morgen machen. Eigentlich weiß ich es schon lange. Nach außen hin verstecke ich meinen Konsum.
Ich habe Unterstützung – meine Familie. Es gibt Kinder in meinem Leben – Ich habe fünf erwachsenen Kinder und sieben Enkel.
Vier meiner Kinder wissen um das Problem und versuchen mir zu helfen, vor den Enkeln versuchen wir das zu verbergen.
Ich will aufhören – dafür bin ich hier. Ich bin immer für ein paar Wochen trocken und es geht mir wieder gut, dann denke ich, auch ein Glas Wein kann ja kein Problem sein.....
.... und dann werden es zwei ... drei....eine Flasche Wein......zwei Flaschen Wein......
und ich bin wieder drin. Das möchte ich gern unterbrechen. Was soll ich machen, wenn ich mir mal wieder denke, auch ja nur mal so ein Gläschen Wein...... Ich hoffe, hier den richtigen Ort gefunden zu haben.
@dicker Willkommen im Forum!
„Nur ein Gläschen" und dann eins, zwei, drei, eine Flasche, zwei Flaschen ... bei keinem Alkoholiker, glaube ich. Denn könnten wir kontrolliert trinken, wären wir keine.
Du bist gerade frisch aus der Entgiftung — hast Du Gabys Buch schon? Hast Du dort Langzeitstrategien trainiert?
Bei mir haben GABA-Kapseln und eine Zwischenmahlzeit am Nachmittag gegen den Trinkdruck geholfen, aber ich war Entspannungstrinker, kein Quartalstrinker. Ein guter Teil von dem Drang war bei mir schlicht falsch interpretierter Hunger.
Egal wie es erstmal ist: Es gibt ein Leben ohne das Nervengift, und es ist schön.
Schreib und lies hier, es gibt noch mehr mit diesem Problem und jeder hat seine Erfahrungen.
Hallo vielen Dank für Deinen Kommentar. Buch habe ich mir besorgt, ich glaube, da sind wirklich neue ungewöhnliche Tips drin.
@dicker Mir hat die Herangehensweise wahnsinnig viel erklärt, warum ich was wie gemacht habe. Und daraus abgeleitet dann, wie ich draus komme. Für mich war es Treffer, versenkt.
Im Moment fräse ich mich gerade durch das neue Buch "Rückfall adé", kommt für Dich wohl noch zu früh, aber darain wieder viele Erklärungen, warum mein Suchtgedächtnis es in welcher Situation wieder versuchen konnte – und vor allem, warum meine Gegenmaßnahmen wirken konnten. Ist für das Verständnis extrem hilfreich, ich kann mich dem Feind in meinem Kopf so sehr gut annähern.






