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Hallo

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(@dimi38)
Mitglied
Nüchtern: 4 monate
Beigetreten: Vor 1 Monat
Beiträge: 17
Topic starter  

Hallo zusammen..

 

Ich bin 38 Jahre alt und habe momentan mein zweiten längeren Entzug gestartet (privat von Zuhause)..der erste Entzug verlief 3 Monate..ich habs dann wieder mit dem Alkohol probiert..weil ich dachte ich könnte es kontrollieren..bin dann aber wieder recht schnell in alte Muster gefallen das lag dann bei c.a 10 x 0,5 l Bier täglich..also qwasi ein halber Kasten..muss aber dazu sagen..das mir zu beginn wieder das Bier erstmal garnicht schmeckte..ich musste also paar male mehr trinken um wieder auf den Geschmack zu kommen..naja das es dumm von mir war wieder anzufangen darüber braucht man nicht sprechen..das hatte ich auch so im Gefühl vorher gehabt..aber ein Selbstest zeigte mir das ich es höhst wahrscheinlich nicht bzw nie mehr kontrollieren kann..also denke ich bleibt mir die wahl zwischen entweder viel trinken und früh sterben..oder absistent leben..

 

Zurzeit bin ich bei Tag 98 ohne alkohol..muss dazu sagen das ich auch dismal bewusst auch auf alkoholfreies Bier verzichte weil es auch rest Alkohol hat..einige Wochen nach habe ich auch das Rauchen gelassen und bin da bei Tag 55 ohne Zigaretten..benutze da keine Hilfsmittel..oder Ersatzprodukte..

 

Bissher fühle ich mich so ziemlich gemischt..mal bin ich froh nicht zu trinken und nicht zu rauchen...und mal kann ich mich vor langeweile kaum retten..aber so wie ich gelesen habe ist es normal das dann das Leben erstmal Fade und langweilig erscheint..zumal das eine große Umstellung ist..ich sage mal ein gewissen Leiden..und entzug ist immer noch da..und ich frage mich..wann es wirklich Berg auf geht..wobei es darauf sicherlich keine Verbindliche Antwort gibt..

 

Ich habe nie viele Freunde gehabt..und wenn dann oft auch scheinbar nur Trinkbeziehungen..und wenn man dann nicht mehr trinkt dann fällt natürlich einiges weg..und ich habe das Gefühl zu vereinsamen..Frage mich ob es anderen auch so geht...

 

Wenn ich mal irgentwie Einladungen bekomme von Freunden/ Bekannten ..und oder Arbeitskollegen ..dann ist das auch immer irgentwie mit Trinken verbunden..aber ich sage dann immer ich habe mir vorgenohmmen mal 6 Monate nichts zu trinken..um zu schauen wie es mir ohne geht..und dann ist man schnell aussortiert..ich will ja nicht rumheulen..aber das kann manchmal ein sehr harter Kampf sein..da merkt man aber auch wie stark unser Umfeld allgemein vom Alkohol geprägt ist..

 

Ich denke es ist auch mittlerweile schwer irgentwie Leute zu finden die meine vorgehensweise teilen..aber ich habe mir vorgenohmmen mindestens 6 Monate durchzuziehen..egal wie schwer es wird..und dann schaue ich weiter..

 

Freue mich hier das Forum gefunden zu haben..und würde über Beiträge oder Erfahrungsberichte anderer freuen..vill gibt es Leute die ähnliches durcherleben und oder schon deutlicher weiter sind..

 

mfg

 

 

 

 



   
🍀
1
AntwortZitat
michl
(@michl)
Mitglied
Nüchtern: 10 monate
Beigetreten: Vor 10 Monaten
Beiträge: 109
 

@dimi38, laut Gesundheit.GV.AT. leiden 340 000 Menschen in Österreich, da lebe auch ich, an der Krankheit. 

Ich gehe davon aus, dass die meisten davon, Arbeiten, studieren, selbständig sind oder noch zur Schule gehen...

Jeder von diesen Menschen hat sein eigenes mehr oder weniger stressiges, belastendes, Leben. 

Du schreibst,

Verfasst von: @dimi38

bei mir ist ja quasi immer ne Dauerbelastung die nicht aufhört..das könnte sich für mich auch erklähren warum ich nach 6 Monaten absistenz mir immer noch nicht gut geht..

könntest du daran was ändern?



   
AntwortZitat
gaby_guzek
(@gaby_guzek)
Illustrious Member Admin
Beigetreten: Vor 8 Jahren
Beiträge: 4429
 

Verfasst von: @dimi38

Ich glaube die meisten die ein Alkoholproblem haben..gehen nichtmals arbeiten.

Da liegst Du falsch. Im Gegenteil. Die meisten Alkoholiker stecken in den mittleren und oberen Gesellschaftsschichten, sagen Studien. Hochfunktionale Alkoholiker. War ich auch. Steht auch in meinem Buch, schau da wirklich mal rein. Ich denke, das würde Dir viel erklären und Dir auch helfen. 

Dein Dopaminhänger ist normal und dass Du Dich so kaputt fühlst auch. Allemal beim Schichtsystem. Es kann aber auch sein, dass Dir beispielsweise Nährstoffe fehlen. Auch dazu findest Du sehr viel im Buch "Alkohol adé" und auch unserem neuen "Rückfall adé". 

Änderungen, was die Arbeit betrifft, wären trotzdem eine Option, meinst Du nicht? Schichtarbeit mach fertig und kann den Schlafrhythmus komplett und auf Dauer zerschießen. Das ist so schon schwer genug, für einen Abstinenten kaum tragbar. 

Liebe Grüße

Gaby



   
💯
1
AntwortZitat
(@dimi38)
Mitglied
Nüchtern: 4 monate
Beigetreten: Vor 1 Monat
Beiträge: 17
Topic starter  

@gaby_guzek 

ja gut das kann wohl gut möglich sein das ich da falsch liege..ich denke da wahrscheinlich eher an die die die schon ab morgens früh ihre halbe Flasche Wodka brauchen um in die Gänge zu kommen..die dann wohl eher nicht arbeiten gehen..

aber streng genohmmen sind wahrscheinlich schon 95 % der Menschheit abhängig..weil abhängig ist man ja theoretisch selbst bei kleinen Mengen schon..wenn man sich schon nicht vorstellen kann drauf zu verzichten..und das trifft auf ziemlich viele zu..

 

Das es bei mir ein Nährstoffproblem ist zweifel ich dran..weil ich eigentlich recht viel Obst und Gemüse esse..und ich habe auch mehrmals schon Blut abgegeben..und da war ja laut Arzt alles o.k..

 

Ich denke das ist wohl eher Psyschisch bediengt..bei mir.. Alkohol ist eine schnelle Lösung für alles..Entspannung im Kopf ..und Beschäftigung..und das ist auch irgentwo ein Gesellschaftliches Problem..weil Alkohol im Leben auch bei vielen fest integriert ist..

und weil ich das soviele Jahre benutz habe fällt es mir so schwer drauf zu verzichten..was mich noch interessieren würde..rauchst du Gaby?..

 

Zum Thema Job ..ja ich könnte es ändern..aber zurzeit möchte ich es nicht..nicht weil mir meine Gesundheit egal ist..sondern weil ich von Jobs mittlerweile auch schon die Schnauze voll habe..nicht weil ich faul bin..sondern weil die Arbeitsbediehnungen heut zu Tage echt fürn arsch sind..erstmal sind ja ey meist die Stellen frei die keiner machen will..und dann wirste gefühlt auch nur verarscht und ausgebeutet..

 

Daher ich bin ja schon froh wen ich eine Stelle habe die für mich einigermaßen machbar ist..die Hoffnung irgentwo in einem Job glücklich zu werden..habe ich nach sovielen Anläufen mittlerweile aufgegeben..

 

Wenn du keine Wechselschicht mehr hast wirst du 100 % irgentwelche anderen Nachteile haben..wie gesagt entweder scheiss Arbeitskollegen..zuviel Stress ..zu schlecht bezahlt ect..

 

und auf die übliche Frage ob ich was gelernt habe..ja ich habe Gartenlandschaftbau gelernt ..und nein das möchte ich nicht weiter machen..da gehst du körperlich auch nur kaputt..

 

mfg

 

 

 

 



   
AntwortZitat
gaby_guzek
(@gaby_guzek)
Illustrious Member Admin
Beigetreten: Vor 8 Jahren
Beiträge: 4429
 

Verfasst von: @dimi38

aber streng genohmmen sind wahrscheinlich schon 95 % der Menschheit abhängig..weil abhängig ist man ja theoretisch selbst bei kleinen Mengen

Nein, das ist nicht gemeint. Du versuchst immer noch, für Dich ein Schlupfloch zu finden. Es ändert sich nicht: Alkoholiker (und zwar richtige) stecken in den genannten Bevölkerungsgruppen

 

Verfasst von: @dimi38

Das es bei mir ein Nährstoffproblem ist zweifel ich dran..weil ich eigentlich recht viel Obst und Gemüse esse..und ich habe auch mehrmals schon Blut abgegeben..und da war ja laut Arzt alles o.k..

Obst und Gemüse liefern nur einen ganz kleinen Teil der Nährstoffe, die wir brauchen. Und schon mal gar nicht die, die bei erhöhtem Alkoholkonsum flöten gehen. Die dann aber schlapp und müde machen, wenn sie fehlen

Ich bleibe dabei, dass die Alkohol oder Rückfall adé ein paar Kronleuchter aufgehen lassen. 

Liebe Grüße

 

Gaby

 



   
💯
1
AntwortZitat
harley
(@harley)
Ich unterstütze Alkohol adé
Beigetreten: Vor 6 Jahren
Beiträge: 2965
 

Verfasst von: @dimi38

Das es bei mir ein Nährstoffproblem ist zweifel ich dran..weil ich eigentlich recht viel Obst und Gemüse esse..und ich habe auch mehrmals schon Blut abgegeben..und da war ja laut Arzt alles o.k..

Gabys Buch hast Du nicht gelesen über die Wertlosigkeit der meisten Testverfahren bei Nährstoffmängeln? Nimm Dein Schicksal selbst in die Hand und mach Dich schlau. Wenn ich auf meinen damaligen Arzt gehört hätte, hätte ich weder die B-Vitamine nachgeworfen (mache ich heute immer noch, offenbar verbrauche ich da mehr) noch meinen Vitamin-D-Spiegel korrigiert, beides mit erheblichen Auswirkungen auf mein Wohlbefinden.



   
😎
1
AntwortZitat
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