Servus, ich bin axolotl, weiblich, und stelle mich kurz vor.
Ich trinke seit 40 Jahren. Ich habe mit 4 Jahren angefangen. Ich trinke nicht täglich, aber mehrmals die Woche, schon einiges. Ich habe Entzüge hinter mir, habe Therapie gemacht und hatte Rückfälle.
Ich habe Veränderungen bemerkt: Weniger Energie, meine to does verschoben, verlangsamt den Heilungsprozess, schlaf ist nicht optimal, kann besser loslassen und bin nicht zu streng zu mir selbst und anderen, schlechtes Gewissen Ich weiß es schon lange – aber manchmal dauert es, bis man wirklich handelt. Für andere sieht es nicht so aus – ich verstecke es.
Ich habe Unterstützung – meine Familie, Freunde. Es gibt Kinder in meinem Leben – Ich habe eine 6 jährige Tochter die das natürlich mitbekommt. Letzes Jahr wo sie 5 war hat sie böse Blicke deswegen auf mich geworfen wo ich den ansporn bekommen habe für 6 Monate komplett clean zu bleiben. Dann war Weihnachtsfest in der Firma und ich hab wieder begonnen zu trinken. Sie hat seit dem keine bösen Blicke mehr auf mich geworfen und zeigt mir sehr viel Liebe was ich sehr an ihr schätze weil sie mich nimmt wie ich bin. Früher bin ich öfters aggressiv geworden. Dieses Verhalten hab ich aufs minimum reduziert. Auch sehr faires Verhalten glaube ich schätzt meine Tochter sehr an mir und das ich immer für sie da bin.
Ich will aufhören – dafür bin ich hier. Ich wünsche jedem viel Liebe Glück und Erfolg Schön, dass es diesen Ort gibt.
@axolotl Willkommen im Forum!
Mit 4 angefangen — meinst Du 14?
Sechs Monate clean, dann Weihnachtsfeier und wieder drin. Passiert nicht grad selten nach solchen Events, das jemand wieder abrutscht.
Kennst Du Gabys Buch schon? Ich frage deshalb, weil ich auch nach mehreren vergeblichen Anläufen auf der Standardschiene mit ihrem NEM-Konzept endlich und ziemlich leicht aussteigen konnte.
Egal aber wie: Es gibt ein Leben ohne das Nervengift, und es ist schön.
----
@lagertha, @natarie, @ulli1962, @bergwacht, @mina
Vielen Dank für deine liebe Nachricht und das herzliche Willkommen! 😊
Ja, leider meine ich tatsächlich mein 4. Lebensjahr. Mir wurde damals schon Alkohol gegeben – wenn ich Durst hatte, wurde mir teilweise eine Bierflasche hingestellt statt Wasser. Meinen ersten Rausch hatte ich ebenfalls in diesem Alter. Ich kann mich daran heute noch erinnern.
Das Buch kenne ich noch nicht, aber vielen Dank für den Tipp. Ich werde es mir gleich ansehen. Es tut gut zu lesen, dass es dir nach mehreren Anläufen gelungen ist, den Ausstieg zu schaffen. Das gibt mir Hoffnung. 😊
@axolotl OMG. Man bekommt immer wieder einmal Einblicke in menschliches Tun, die man nicht erwartet hätte. Ich wünsche Dir viel Kraft!
@harley Danke! Bin schon dabei das Buch zu lesen. Sehr interessant - danke nochmals für den genialen Tipp!
